„An der Goldgrube“: Was hat es mit diesem Mainzer Straßennamen auf sich?

Das Unternehmen „Biontech“ macht die Mainzer Goldgrube weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Warum die Straße so heißt, ist allerdings gar nicht so leicht herauszufinden.

„An der Goldgrube“: Was hat es mit diesem Mainzer Straßennamen auf sich?

Wohl keine Mainzer Adresse ist im deutschsprachigen Raum so bekannt wie „An der Goldgrube“. Denn seit das Mainzer Unternehmen Biontech dort seinen Corona-Impfstoff entwickelte, ist die Firmenanschrift des Biotechnologie-Unternehmens in aller Munde. Für Lacher sorgte dabei immer wieder, dass Biontech seine Milliarden-Einnahmen ausgerechnet von der „Goldgrube“ aus erwirtschaftet.

Doch warum heißt die Goldgrube eigentlich Goldgrube? Diese Frage stellte sich zuletzt auch die Stadtratsfraktion der Freien Wähler (FW).

Eindeutig lässt sich die Frage gar nicht beantworten, wie Marianne Grosse (SPD), Dezernentin für Bauen, Denkmalpflege und Kultur, erklärt. Denn Unterlagen zur Benennung der Straße im Jahr 1926, als sie zum ersten Mal in einem Mainzer Straßenverzeichnis auftauchte, seien kriegsbedingt nicht überliefert. Naheliegend scheint jedoch, dass der Name auf eine frühere Nutzung des Grundstücks zurückzuführen ist. In Mainz finden sich dazu ähnliche Beispiele wie „Am Markt“ oder die „Große Bleiche“.

„Die Bezeichnung zeugt wohl von der Wertschätzung für ein besonders fruchtbares landwirtschaftlich genutztes Grundstück, könnte aber auch nur ein Hinweis auf die besondere Bodenfärbung oder möglicherweise auch als Spottname für einen besonders schlechten Boden entstanden sein“, erklärt Grosse in ihrer Antwort weiter. Möglich sei aber auch, dass Funde von historischen Schmuckstücken oder Münzen der Goldgrube ihren Namen gaben.

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