Rheinland-Pfalz: So viele Menschen warten noch auf ihren Impftermin

Während viele Rheinland-Pfälzer bereits gegen das Coronavirus geimpft sind, warten andere weiterhin auf ihren Termin. In Zukunft soll es aber schneller vorangehen, wie Gesundheitsminister Clemens Hoch in dieser Woche erklärte.

Rheinland-Pfalz: So viele Menschen warten noch auf ihren Impftermin

Vor ein paar Monaten war es noch eine Seltenheit, jemanden zu kennen, der gegen das Coronavirus geimpft ist. Heute ist das anders. Mehr als 1,6 Millionen Rheinland-Pfälzer sind vollständig gegen das Virus geimpft, 2,2 Millionen haben bereits ihre Erstimpfung erhalten. Gesundheitsminister Clemens Hoch und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (beide SPD) sprechen immer wieder von einem „Wendepunkt“, der kurz bevor stehe. Bald seien mehr Impfdosen da als Impfwillige. Bisher ist das aber nur bei Impfdosen von Astrazeneca der Fall, die teilweise nicht mehr verwendet werden können. Noch immer warten einige Rheinland-Pfälzer auf ihre Impftermine – auch aus den mittlerweile aufgehobenen Priorisierungsgruppen.

27.000 Menschen warten noch auf ihren Termin

„Derzeit warten noch gut 27.000 Menschen auf einen Termin im Impfzentrum“, erklärte Clemens Hoch in dieser Woche. „Davon haben sich mehr als 26.000 erst nach dem Fall der Priorisierung am 7. Juni registriert.“ Aus den ehemaligen Priogruppen eins bis drei warten aktuell rund 1300 Personen. Darin enthalten sind auch Neuregistrierungen von Menschen über 70 Jahren, die nach wie vor vom Land priorisiert werden. Auch Personen, die bereits einen Termin hatten, diesen aber verschieben mussten, gehören dazu. Bereits einen Termin aber noch keine erste Impfung erhalten haben rund 42.000 Personen, die sich ohne Priorität haben registrieren lassen. Knapp 16.000 Menschen aus der ehemaligen Priogruppe drei haben ebenfalls einen Termin, warten aber noch auf die Impfung.

„Noch vor einigen Wochen waren wir bei rund 400.000 Menschen ohne Termin in der Priogruppe drei.“ - Clemens Hoch, Gesundheitsminister

Gesundheitsminister Clemens Hoch stimmen diese Zahlen positiv. „Noch vor einigen Wochen waren wir bei rund 400.000 Menschen ohne Termin in der Priogruppe drei, hinzu kamen rund 100.000 Wartende ohne Priorisierung“, sagte er. „Deren Zahl ist sehr schnell auf nun nur noch gut 27.000 geschrumpft. Das zeigt, wie schnell und verlässlich wir auch dank der Unterstützung der Ärzteschaft und der Betriebsärzte vorankommen.“ Aktuell würden sich die Wartezeiten rapide verkürzen, weshalb es ein guter Zeitpunkt wäre, sich für eine Impfung registrieren zu lassen.

Weitere Impfaktionen geplant

Das Land will die Impfungen in Zukunft außerdem leichter zugänglich machen. Bald könnten zum Beispiel Impfbusse auf Marktplätzen und an belebten Einkaufsstraßen aufgestellt werden. Dort könnte man sich dann ohne vorherige Registrierung impfen lassen. Das Land sei dazu mit Kommunen und dem DRK im Gespräch. „Darüber hinaus schauen wir aktuell unter anderem mit der Bundesagentur für Arbeit und mit den Tafeln im Land, welche Aktionen wir in deren Umfeld anbieten könnten“, sagte Hoch. Zudem könnte es zukünftig mehr Stadtteilimpfungen und Sonderimpfaktionen wie aktuell an der JGU und ab nächster Woche im Impfzentrum geben.

Auch bei der Terminregistrierung sind Neuerungen geplant. So wird sich voraussichtlich kommende Woche jeder Impfwillige ein Impfzentrum aussuchen können – unabhängig vom Wohnort. Gleichzeitig wird dann bei der Registrierung über ein Ampelsystem die Terminverfügbarkeit in den Impfzentren angezeigt. „Somit hat jeder die Wahl, ob er bereit ist, für eine schnellere Impfung eine längere Anfahrt in Kauf zu nehmen“, sagte Hoch. Seit Kurzem können übrigens alle, die noch auf einen Termin warten, den Status ihrer Terminvergabe online abfragen.

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