Was hinter den orangefarbenen Papierschiffchen in der Stadt steckt

In den letzten Tagen haben viele Mainzer orangefarbene Schiffe aus Papier gefunden, die an verschiedenen Orten in der Stadt verteilt waren. Was hat es damit auf sich?

Was hinter den orangefarbenen Papierschiffchen in der Stadt steckt

Am Wochenende tauchten an verschiedenen Orten in Mainz orangefarbene Schiffchen auf. Vor allem in der Innenstadt in der Nähe des Doms und der Theodor-Heuss-Brücke waren die Papierschiffe zu finden. Doch was steckt dahinter?

Initiator der Aktion ist ein Kollektiv, das unter dem Titel Flaschenpost auf die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer aufmerksam machen möchte. Wie die Aktivisten mitteilen, seien viele Menschen durch Shitstorms und Anfeindungen gegen Internet-Beiträge, die die Seenotrettung unterstützen, verunsichert. „Die Folge ist, dass sich Menschen aus dieser Debatte zurückziehen. Mit unserer Aktion, möchten wir genau diese Menschen ermuntern, sich zu Wort zu melden und aufzeigen, dass sie mit ihrer Meinung nicht in der Minderheit sind“, so die Aktivisten.

Bundesweite Aktion

Über die Facebookseite „MS.Flaschenpost“ riefen die Initiatoren am Donnerstag bundesweit dazu auf, die orangefarbenen Papierboote zu basteln und auf Wahrzeichen, Marktplätzen, Brunnen und Bushaltestellen in der eigenen Stadt zu verteilen. Dazu teilten die Aktivisten einen Papierschiff-Vordruck auf Facebook. Darauf klären sie mit Texten „über die erschwerten Rahmenbedingungen der Seenotrettung im Mittelmeer auf“. Außerdem gebe es genug Platz, um eigene Nachrichten über das Papierschiffchen mitzuteilen, so die Aktivisten.

Unter dem Hashtag #flaschenpost wurde seitdem eine Vielzahl von Bildern der orangefarbenen Schiffe auf Social Media-Plattformen wie Twitter und Instagram geteilt. Doch nicht nur in deutschen Städten wie Mainz, Göttingen oder Bonn verbreiteten sich die Papierschiffe am Wochenende. Auch in Rom, auf Island und sogar in Costa-Rica wurden Bilder mit den orangefarbenen Schiffchen aufgenommen und geteilt.

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