Mainzer sparen Energie: „Der Letzte macht das Licht aus!“

Mit einfachen Maßnahmen Energie sparen – das ist das Motto der Aktion „Der Letzte macht das Licht aus!“. Wie die Idee entstanden ist und wie man mitmachen kann, erzählt Initiator Christian Schnohr im Gespräch mit Merkurist.

Mainzer sparen Energie: „Der Letzte macht das Licht aus!“

Am 6. Januar startet in Mainz die Mitmach-Aktion „Der Letzte macht das Licht aus!“. Dabei sollen Geschäfte, Unternehmen und Schulen ein Zeichen für den Klimaschutz setzen und gemeinsam Energie sparen können – und das mit möglichst einfachen Mitteln. Christian Schnohr von der Agentur Signalkraft hat uns erzählt, was es mit der Aktion auf sich hat.

Öffentlichkeitskampagne zum Energiesparen

„Ob man die Heizung drosselt oder abends und am Wochenende unnötige Lichter ausschaltet – viele einfache Maßnahmen sind denkbar“, sagt Schnohr. Wer mit seinem Geschäft, seinem Unternehmen oder seiner Schule teilnehmen möchte, könne sich auf der Aktionshomepage anmelden, dort die Institution und ihre Energiesparmaßnahmen präsentieren und somit Teil der Initiative werden. Ab Freitag (6. Dezember) sollen die ersten Teilnehmerprofile online gehen, anmelden könne man sich aber auch nach diesem Zeitpunkt noch.

„Es geht darum, das Projekt öffentlichkeitswirksam in den Fokus zu stellen“, so Schnohr. Teilnehmende Institutionen bekämen je nach Bedarf umweltfreundlich gedruckte Plakate, Flyer sowie Aufkleber für Lichtschalter und Heizungen zur Verfügung gestellt, die auf die Aktion hinweisen. Im Gegenzug hätten auch die Teilnehmer eine neue Bühne auf der Aktionshomepage. „Aufmerksamkeit für Projekt und Teilnehmer“, fasst Schnohr zusammen, „und natürlich eine direkte Kostenersparnis durch das Energiesparen.“

Teilnahme auf Vertrauensbasis

Konkrete Bedingungen, die erfüllt werden müssen, gebe es aber nicht. Die Teilnehmer könnten selbst entscheiden, welche Energiesparmaßnahmen sie ergreifen möchten, und müssten diese dann auch eigenverantwortlich durchsetzen. „Das können wir natürlich nur bedingt kontrollieren, das läuft dann schon auf Vertrauensbasis“, so Schnohr.

Auslöser des Projekts sei die Ausschreibung des Wettbewerbs „Unser Klimaschutz – Unser Projekt – Unser Mainz“ der Stadt Mainz gewesen. Schnohr und sein Kollege Thomas Färber zählten dort mit „Der Letzte macht das Licht aus!“ zu den Gewinnern und erhielten eine Förderung von 1000 Euro.

Idee schon seit einigen Jahren

„Die Idee hatte ich aber schon seit Jahren“, erzählt Schnohr. Früher habe er in der Nähe der Bonifatius-Türme gewohnt. „Und da habe ich mich gefragt, warum muss da eigentlich nachts immer das Licht brennen?“ Der Wettbewerb hätte dann den entscheidenden Anstoß gegeben, die Idee gemeinsam mit Thomas Färber endlich in die Tat umzusetzen.

Zum Zeitpunkt des Wettbewerbs im Frühjahr 2022 seien dann noch weitere Faktoren hinzugekommen, die das Projekt umso dringlicher machten: die Inflation und die steigenden Energiepreise nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine. „Das war ursprünglich gar nicht der Gedanke, den ich hatte“, gesteht Schnohr. „Eigentlich ging es mir viel mehr um die Lichtverschmutzung.“

Weitere Infos zum Projekt „Der Letzte macht das Licht aus!“ und zur Anmeldung findet ihr hier. Partner der Initiative sind die IHK Rheinhessen und Mainz Citymanagement e.V., gefördert wird das Projekt von der Landeshauptstadt Mainz und den Mainzer Stadtwerken. Die Schirmherrschaft hat Janina Steinkrüger inne, Umweltdezernentin der Stadt Mainz.

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