Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche, die in den vergangenen Wochen vereinzelt im Mainzer Stadtgebiet aufgetreten ist. Das meldet das Polizeipräsidium Mainz. Dabei werden ahnungslose Personen dazu gebracht, Bargeld für die Täter abzuheben. So machen sie sich unwissentlich zu Helfern.
Ein Fall aus der Mainzer Altstadt von vor rund zwei Wochen zeigt laut Polizei, wie die Täter vorgehen: Eine Frau wurde von einem ihr unbekannten Mann angesprochen. Er behauptete, er benötige Bargeld für seine kranke Frau, könne aber selbst gerade nichts abheben. Er bat die Frau, eine Überweisung auf ihr Konto entgegenzunehmen und den Betrag anschließend in bar für ihn abzuheben.
Die hilfsbereite Frau stimmte zu. Später stellte sich jedoch heraus, dass das überwiesene Geld von einem missbräuchlich genutzten Bankkonto und somit wahrscheinlich aus einer Straftat stammte. Daraufhin sperrte die Bank das Konto der Mainzerin vorübergehend.
Laut Polizei nutzen die Täter die Konten gutgläubiger Passanten, um so an betrügerisch erlangtes Geld in bar zu kommen. Gleichzeitig verschleiern sie ihre eigene Identität und erschweren die polizeilichen Ermittlungen. Die Polizei Mainz weist darauf hin, keine Überweisungen für unbekannte Personen entgegenzunehmen oder Bargeld für diese abzuheben. Es bestehe die Gefahr, sich durch das Weiterleiten oder Abheben von Geldern aus Straftaten selbst strafbar zu machen. Im Zweifelsfall wird empfohlen, die Bitte abzulehnen und die Polizei zu kontaktieren.