Die Mainzer Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci haben mit ihren Plänen für ihr neues Unternehmen offenbar das Interesse von Microsoft-Gründer Bill Gates geweckt. Das berichtet das „Manager Magazin“ unter Berufung auf das „Handelsblatt“.
Die beiden Gründer wollten Biontech zum Jahresende verlassen, um sich dem neuen Unternehmen zu widmen (wir berichteten). Dieses befinde sich dem Bericht zufolge zwar noch in der Konzeptionsphase, es liefen aber offenbar bereits Gespräche mit möglichen Geldgebern.
Für das neue mRNA-Projekt scheine es einen regelrechten Investoren-Wettlauf zu geben. Führende Wagniskapitalgeber, große Unternehmerfamilien sowie mehrere Milliardäre prüften demnach einen Einstieg. Darunter sei auch Bill Gates. Bereits vor zehn Jahren beteiligte sich Gates Stiftung an dem Tübinger mRNA-Spezialisten Curevac, den Biontech dann im vergangenen Jahr übernahm.
Neuer Unternehmenssitz in Mainz?
Die Standortfrage sei allerdings noch offen. Während der Sitz des neuen Unternehmens voraussichtlich wieder in Mainz angesiedelt werden solle, würden laut Medienberichten auch andere Bundesländer um das Projekt werben. Für Şahin und Türeci spiele die Herkunft des Kapitals eine untergeordnete Rolle, entscheidend sei die Finanzkraft der Investoren.
Fest stehe lediglich, dass sich Biontech an dem Start-up beteiligen werde. Dies solle aber nicht mit Kapital, sondern durch eine Sacheinlage geschehen, bei der es um Nutzungsrechte an grundlegenden mRNA-Patenten gehe. Insider gingen laut dem Bericht zudem davon aus, dass sich auch die langjährigen Partner der Gründer, die Zwillinge Andreas und Thomas Strüngmann, beteiligen würden.