Am Dienstagmorgen hat ein Einsatz von Polizei und Rettungskräften in der Mainzer Hindemithstraße für Aufsehen gesorgt. Wie die Polizei berichtet, wurde in einem Hausflur eine reizende Substanz versprüht.
Gegen 8:15 Uhr klagten mehrere Personen über Atembeschwerden, als sie den Eingangsbereich zu einer Arztpraxis in dem Gebäude passieren wollten. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass es sich bei der Substanz mutmaßlich um Pfefferspray handelte. Insgesamt erlitten mindestens zehn Menschen Atemwegsbeschwerden, sie konnten aber direkt vor Ort versorgt werden.
Während des Einsatzes gerieten vier Jugendliche in den Fokus der Polizei. Bei einer Kontrolle fanden die Beamten einen leeren Pfefferspraybehälter. Ein 16-Jähriger aus der Gruppe verhielt sich gegenüber den Polizisten derart aggressiv, dass sie ihn fesselten und in Gewahrsam nehmen mussten.
Gegen den Jugendlichen wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergaben die Beamten ihn an einen Erziehungsberechtigten. Die Ermittlungen, wer das Reizgas versprüht hat, dauern noch an.