Aybo Dance: Erste Afro-Tanzschule in Mainz

Aybo Dance ist die erste Afro-Tanzschule in Mainz. Hier kommen Menschen aller Nationen, Geschlechter und Altersgruppen zusammen. Was hinter dem Konzept steckt, lest ihr hier.

Aybo Dance: Erste Afro-Tanzschule in Mainz

„Aybo Dance“ ist nicht nur die erste Afro-Tanzschule in Mainz, sondern die erste Afro-Tanzschule in ganz Rheinland-Pfalz. Jeden Dienstag und Mittwoch werden hier unter den Mottos „Afro-Fusion“, „Afro-Beat“ und „Afro-House“ verschiedene afrikanische Tanzrichtungen aus dem Kongo, aus Nigeria, Kamerun, Ghana oder Angola angeboten.

Gründer Olivier kommt eigentlich aus Norddeutschland. Als er zum Studieren nach Mainz gezogen ist, hätte er gemerkt: „Hier gibt es viel mehr Menschen, die Afro-Musik lieben und die Kultur kennenlernen wollen.“ Im Gespräch mit Merkurist hat Olivier über die Tanzschule und seine Leidenschaft berichtet.

An wen richtet sich „Aybo Dance“?

„Aybo Dance“ richtet sich laut Olivier an jeden, der Lust hat, sich zu bewegen und die verschiedenen Kulturen Afrikas besser kennenzulernen. Dabei seien Alter, Geschlecht und Herkunft vollkommen egal. „Die jüngste Kursteilnehmerin ist aktuell 16 Jahre alt, die älteste 51“, so Olivier. Da sich die Tanzschule noch im Aufbau befindet, gibt es aktuell keine Unterteilung der Kurse nach Tanzerfahrung. Olivier bemühe sich daher, alle Kurse anfängerfreundlich zu gestalten, sagt er. Wer Lust hat mitzutanzen, kann sich auf der Website für ein Probetraining anmelden. In Zukunft plant der Tanzlehrer dann, die Kurse nach Tanzfortschritt zu unterteilen.

Für seine Tanzschule ließ Olivier sich in Ländern wie Frankreich und Portugal von Profis der verschiedenen Tanzrichtungen weiterbilden. Selbst irgendwann andere Tanzlehrer auszubilden, könne er sich ebenfalls gut vorstellen.

Wer steckt hinter „Aybo Dance“?

Gründer von Aybo Dance und bisher der einzige Tanzlehrer ist Olivier, alias „StonesRock“. Der amerikanische Spitzname sei entstanden, weil sein „niedlicher Name“ laut Freunden nicht zu seinem starken Tanzstil gepasst hätte. Olivier kommt ursprünglich aus Kamerun und tanzt schon, seit er ein kleines Kind ist. Bereits mit 11 Jahren gab er eigene Tanzstunden. Für seine Eltern hätten damals in erster Linie die guten Noten gezählt, während für ihn schon immer Tanzen an erster Stelle gestanden hätte, erzählt er. Im Jahr 2010 kam er nach Deutschland, studierte hier Biologie im Bachelor und Master und arbeitet noch heute in diesem Bereich. Schon damals trotzdem immer im Hinterkopf: die eigene Tanzschule.

Im Interview sagt Olivier: „Ich habe mich zunächst geschämt. Für meine Kultur und meinen Tanzstil.“ In Deutschland hätte er sich sehr beobachtet und mit seiner fröhlichen und lauten Art fehl am Platz gefühlt. Dann sei ihm bewusst geworden: „Wenn man tanzt, macht man das nicht für die anderen.“ Daraufhin habe er den Entschluss gefasst, den Schritt zur eigenen Tanzschule zu wagen. Dabei wolle er einen Ort schaffen, an dem alle Menschen ihren „Emotionen Raum geben dürfen, ohne dafür verurteilt zu werden“.

Seine Leidenschaft für Afro-Tanz beschreibt Olivier so: „Ich lasse mein Herz sprechen. Deswegen tanze ich gerne Afro.“

Die Tanzstunden finden immer dienstags und mittwochs zwischen 18:30 und 20:30 Uhr statt. Dienstags sind die Kurse in der Hauptstraße 17 in Mombach und mittwochs in der Anni-Eisler-Lehmann-Straße 3 in der Neustadt.

Weitere Informationen gibt es auf der Instagramseite von Aybo Dance: @aybo_dancecenter