Wie eine Mainzerin ein Waisenhaus in Kenia bauen will

Maria Schneemann aus Mainz will 15.000 Euro sammeln, um damit ein Waisenhaus in Kenia bauen zu können. Deshalb veranstaltet sie Mitte September ein Afrikafest in Nackenheim.

Wie eine Mainzerin ein Waisenhaus in Kenia bauen will

Im Jahr 2013 machte die Mainzer Lehrerin Maria Schneemann eine Erfahrung, die ihr Leben verändern sollte: Während des Studiums reiste sie für eine Art Freiwilligendienst nach Kenia. Einen Monat lang unterrichtete Schneemann an einer Schule in der Nähe von Kisumu am Viktoriasee, rund eine Flugstunde von Nairobi entfernt. „Wir haben dort ohne Wasser- oder Stromanschluss gelebt. Ich habe den ganzen Tag mit acht Mädchen aus einem benachbarten Waisenhaus verbracht“, erzählt sie.

Unterrichten, spielen, kochen, tanzen - den ganzen Tag verbrachte Schneemann mit den Waisen-Mädchen. Und bevor sie die Rückreise nach Deutschland antrat, machte sie den Kindern ein Versprechen: „Ich hab ihnen gesagt, dass ich in meiner Heimat von ihnen erzählen werde, und dass ich sie finanziell unterstützen werde“, so Schneemann.

„Oguyo Small Home“

Nach ihrer Rückkehr gründete sie zusammen mit einer befreundeten Familie, deren Tochter in Nairobi arbeitete, den ehrenamtlichen Verein Oguyo Small Home. Über ihn werden Spenden gesammelt, die dazu eingesetzt werden, den Mädchen in Afrika eine sichere Unterkunft, eine ausgewogene Ernährung, erforderliche Medikamente und schulische Bildung zu finanzieren. „Die Spenden werden zu 100 Prozent an die Kinder weitergegeben. Da wir Ehrenamtler sind, fallen keine Verwaltungskosten an“, sagt Schneemann.

Nun benötigt Oguyo 15.000 Euro, denn der Verein will den Kindern ein eigenes Waisenhaus bauen. „Bisher waren wir immer Mieter. Wenn die Vermieter dann festgestellt haben, dass das Geld von Europäern gezahlt wird, wurden die Preise immer stark erhöht“, sagt Schneemann. Doch das soll sich nun ändern. Inzwischen hat der Verein von der Großmutter eines Kindes ein Stück Land geschenkt bekommen. Hier soll nun ein eigenes Waisenhaus entstehen.

Wir hoffen sehr, dass wir nach dem Afrikafest ein großes Stück näher am Ziel sind.“ - Maria Schneemann

Deshalb veranstaltet der Verein am Sonntag, den 16. September, ein Afrikafest im Nackenheimer Weingut von Reinhard Petry. Dort spielt unter anderem eine afrikanische Live-Band, außerdem werden afrikanische Speisen angeboten. Zusätzlich werden im Hof kenianische Waren wie Tücher, Schmuck und Taschen verkauft. „Alles für den guten Zweck“, so Schneemann. Auf der Website von Oguyo wird die momentan erreichte Spendensumme jeden Tag aktualisiert. Derzeit seien von den angepeilten 15.000 Euro rund 2500 Euro zusammengekommen. Schneemann sagt: „Wir hoffen sehr, dass wir nach dem Afrikafest ein großes Stück näher am Ziel sind.“

Wer das Projekt durch Geldspenden unterstützen möchte, kann das unter Angabe folgender Daten tun: „Oguyo Small Home e.V. - IBAN: DE83550912000083086807“.

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