Hundekot auf Wegen und Parks: Diese Strafen erwarten die Besitzer

Ob in Parks, am Wegrand oder manchmal auch mitten auf dem Bürgersteig – Liegengelassener Hundekot sorgt für großen Ärger bei den Mainzern. Wenn Hundebesitzer dabei erwischt werden, drohen Bußgelder.

Hundekot auf Wegen und Parks: Diese Strafen erwarten die Besitzer

„Egal in welchen Park, Wald oder Gonsbachtal man geht: Alles ist voll mit Hundekot!“ – Merkurist-Leserin Ann iko ärgert sich im hohen Maße über die Hinterlassenschaften der Tiere. Sie findet es vor allem „sehr schade, dass man nicht mal mehr mit Kindern in der Natur spielen kann.“ Denn Parks seien zum Erholen da, zum Sporttreiben, zum Picknicken. Sie steht damit nicht alleine: „Die Parks und Wiesen stinken inzwischen gotterbärmlich“, beklagt sich ein anderer Leser. Sogar auf Spielplätzen sei oft Kot zu sehen.

Prinzipiell haben Hundebesitzer die Verpflichtung, die Haufen ihrer Tiere zu entsorgen. Wie ein Pressesprecher der Stadt Mainz bereits vor einiger Zeit gegenüber Merkurist mitteilte, gebe es in Mainz jedoch eher weniger Probleme mit Hundehaltern, die ihre Tiere in öffentlichen Anlagen koten lassen, ohne die Hinterlassenschaften zu entfernen. Zumindest würden dem Ordnungsamt kaum Fälle gemeldet. Auch Strafen gegen Hundebesitzer seien keine ausgesprochen worden (wir berichteten). Entfernt wird der Kot, wie andere Verschmutzungen auch, im Rahmen der Straßenreinigung von Mitarbeitern des städtischen Entsorgungsbetriebs. Einen gesonderten Aufwand stellen sie nicht dar.

Wer jedoch tatsächlich dabei erwischt wird, dass er den Kot seines Hundes liegen lässt, dem drohe in Mainz ein Verwarnungsgeld von 25 Euro. Auf Spielplätzen sind 55 Euro fällig. Es gibt zwar kein bundesweites Gesetz, doch in allen Bundesländern Verordnungen, dass der Kot zu beseitigen ist. Wer das nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Strafen bis zu 1000 Euro

Die rheinland-pfälzischen Hundebesitzer müssen mit einer vergleichsweise geringen Strafe rechnen. Demnach sind maximal 55 Euro zu zahlen, wenn Hundekot auf öffentlichen Plätzen hinterlassen wird. Damit steht das Bundesland am unteren Ende. Günstiger ist es nur im Saarland, in Schleswig-Holstein und Thüringen. In Brandenburg und Bremen etwa sind laut der Versicherung Arag bis zu 500 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sogar bis zu 1000 Euro fällig.

Im Prinzip darf jede Gemeinde über die Höhe der Strafe selbst bestimmen. Es gab jedoch schon Gerichte, die es als Straftat gewertet haben, wenn etwa die Gesundheit von Kindern gefährdet wurden. Werden Hunde im Gemeinschaftsgarten oder im Vorgarten ständig „Gassi“ geführt, ohne den Kot und den Urin zu entfernen, dürfen Vermieter teilweise sogar fristlos kündigen. Das hatte etwa das Amtsgericht Schweinfurt vor einiger Zeit entschieden.

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