Bürgergeld: Das müssen Mainzer jetzt beachten

Mit dem 1. Januar wurde Hartz IV durch das Bürgergeld ersetzt. Damit wird etwa die monatliche Grundsicherung erhöht. Wir sagen euch, was ihr nun beachten müsst.

Bürgergeld: Das müssen Mainzer jetzt beachten

Um mehr als 50 Euro ist mit dem Jahreswechsel die Grundsicherung gestiegen. Das neue Bürgergeld ersetzt seit dem 1. Januar sowohl das Arbeitslosengeld II als auch das Sozialgeld. Ziel soll laut der Agentur für Arbeit vor allem sein, die Lebensumstände der Betroffenen stärker zu berücksichtigen. Das Bürgergeld soll zudem mehr finanzielle Sicherheit geben. Neu ist auch, dass nun bis zu 40.000 Euro an Vermögen im ersten Jahr nicht berücksichtigt werden.

Zuständig für das Bürgergeld ist das jeweilige Jobcenter vor Ort. Seit einigen Monaten seien die Mitarbeiter schon dabei, die Umstellung vorzubereiten, berichtet der Geschäftsführer des Mainzer Jobcenters, Marc Salzmann, im Gespräch mit Merkurist. „Wichtig war uns, dass wir die Prozesse schnell umstellen, das ist uns geglückt.“

Eigens für Anfragen wurden zusätzliche Büros eingerichtet, wo Mitarbeiter für persönliche Beratungen zur Verfügung stehen sollten. „Wir hatten damit gerechnet, dass viele Fragen auftauchen zum neuen Bürgergeld“, so Salzmann. Doch diese blieben aus, weshalb die Büros wieder aufgelöst wurden. Fragen könnten nun am Empfang, telefonisch oder per E-Mail geklärt werden.

Was müssen Kunden des Jobcenters nun beachten? Wir geben euch eine Übersicht:

Anträge

Aktiv unternehmen müsst ihr als bisherige Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld erst einmal nichts. So müsst ihr auch keinen neuen Antrag stellen. Auch Maßnahmen laufen wie gewohnt weiter.

Regelbedarfe

Die pauschalen Geldbeträge, mit denen alltägliche Ausgaben abgedeckt werden sollen, werden erhöht. So erhalten etwa Alleinstehende und Alleinerziehende von nun an 502 Euro, Personen zwischen 18 und 24 Jahren 402 Euro. Die Kosten für Miete und Nebenkosten werden im ersten Jahr vollständig übernommen, die Heizkosten teilweise.

Weiterbildungen

Als nächsten großen Schritt gibt es ab Juli zusätzliche Fördermöglichkeiten. „Darunter zählt etwa ein Weiterbildungsgeld in Höhe von 150 Euro“, erklärt Salzmann. Auch zusätzliche Beratungen für Umschulungen und Ausbildungsmöglichkeiten werden dann angeboten.

Mehr Informationen bekommt ihr auf der Webseite des Mainzer Jobcenters.

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