Weihnachtsfeiern: Was zu Corona-Zeiten möglich ist

Der Winter steht vor der Tür und damit auch die Vorweihnachtszeit. Normalerweise organisieren Unternehmen und Vereine Weihnachtsfeiern. Doch wie ist eine solche Feier während der Corona-Zeit umsetzbar?

Weihnachtsfeiern: Was zu Corona-Zeiten möglich ist

Die Weihnachtsfeier ist für viele ein Highlight des Jahres. Abseits vom stressigen Arbeitsalltag kann man sich mit den Kollegen und der Belegschaft bei einem guten Essen und dem dazugehörigen Wein auf die Feiertage einstimmen und das Jahr Revue passieren lassen. Dieses Jahr wird die klassische Weihnachtsfeier jedoch Corona-bedingt ausfallen müssen. Einige Anbieter haben Alternativen parat, damit nicht ganz darauf verzichtet werden muss.

Online-Veranstaltungen

Warum die Weihnachtsfeier nicht einfach in den virtuellen Raum verlegen? Laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) wurden zum Beispiel bereits zwischen März und Mai Online-Weinproben im großen Stil mit bis zu 200 Personen durchgeführt. Dabei konnte man über verschiedene Onlinekanäle parallel mit den Winzern Wein verkosten. Dieses Konzept lasse sich grundsätzlich auch auf Weihnachtsfeiern von Firmen ummünzen, so ein Sprecher des DWI. Die Winzer würden dann Pakete schnüren und den Teilnehmern im Voraus zukommen lassen, sodass diese für eine Online-Weinprobe von zu Hause aus versorgt sind. Diese Pakete könnten den Wünschen der Kunden angepasst werden.

Einige Winzer würden beispielsweise auch mit regionalen Metzgern zusammenarbeiten und ihren Weinpaketen direkt die passende Wurst beilegen. Laut dem DWI-Sprecher sind diesem Konzept grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Auch die Zusammenarbeit mit einem Koch, welcher parallel mit den Teilnehmern ein Menü zubereitet, wäre prinzipiell möglich.

Personalisierte Pakete

Frederic Zwickel von der Bernstein World GmbH will sich ebenfalls nicht vom Coronavirus unterkriegen lassen. Zwickel und sein Team hatten bereits ein Hygienekonzept für mobile Weihnachtsfeiern erstellt. Demnach hätte man kleine Weihnachtsmärkte mit mobilen Hütten durchführen können. Durch die neuesten Verordnungen wurde dies allerdings hinfällig, da Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen nun auch im Freien nicht mehr umsetzbar sind (wir berichteten).

Die neue Idee: Es sollen personalisierte Pakete verschickt werden, damit die Weihnachtsfeier nicht komplett ausfallen muss. Viele Firmen haben wieder Homeoffice angeordnet und sowohl Mitarbeiter als auch Kunden dürfen die Firmengelände gar nicht mehr betreten. Laut Zwickel sind personalisierte Pakete eine Möglichkeit die Weihnachtsfeier zu ersetzen und nach Hause zu bringen. Er betont: „Wir achten in der Produktion und dem Versand genauestens auf entsprechende Hygieneregeln, um weitere Infektionsketten zu verhindern.“

Die Pakete werden nach den Kundenwünschen gestaltet und können mit personalisierten Christstollen, Weihnachtsmützen, To-go-Bechern, Gewürzen und weiteren Geschenken befüllt werden. Eine persönliche Nachricht mit den passenden Weihnachtsgrüßen dürfe ebenfalls nicht fehlen. Die Pakete werden dann zu Kunden und Mitarbeitern nach Hause verschickt.

Mainzer Gastronomie hofft auf Besserung

Auch die Mainzer Gastronomen müssen dieses Jahr vorerst auf das Ausrichten von klassischen Weihnachtsfeiern verzichten und gehen unterschiedlich mit der Situation um. Anne Specht, Inhaberin des Cafés „Das Nest“, gesteht: „Wir fokussieren uns zunächst einmal auf das To-go-Geschäft und hoffen, dass wir im Dezember wieder öffnen können. Wenn das funktioniert, würde man sich primär um die präsente Kundschaft kümmern. „Ob wir dann noch Kapazitäten für Weihnachtspäckchen haben, wissen wir noch nicht“, so Specht.

Das Café „George“ in der Neustadt hat sich ebenfalls noch keine konkreten Gedanken über das Weihnachtsgeschäft und mögliche Weihnachtsfeiern gemacht. Zunächst müsse man auch hier das To-go-Geschäft wieder ins Rollen bringen. Wie es dann während der Vorweihnachtszeit weitergeht, hängt auch hier davon ab, ob im Dezember wieder geöffnet werden darf. Weihnachtspakete mit Kuchen, Keksen oder Plätzchen für Weihnachtsfeiern zu verschicken, wäre aber durchaus denkbar, so eine Mitarbeiterin.

In Mombach bietet der „Kiosk am Lemmchen“ einen Catering- und Lieferservice für selbstgemachte sizilianische Gerichte und Platten an. Inhaber Joel erklärt, dass man auch Pakete mit Wurst, Käse oder Brot zusammenstellt und diese zum Zweck einer Weihnachtsfeier ausliefern könne.

Aufgrund der neuesten Corona-Maßnahmen mussten die Mainzer Gaststätten, Restaurants und Cafés vorerst schließen. Viele Inhaber kurbeln jetzt den To-go-Verkauf und den Liefer- und Abholservice wieder an. Wir haben eine Liste mit einigen Mainzer Gastronomiebetrieben, die solche Dienste anbieten, zusammengestellt. Die Liste findet ihr hier. (df)

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