Was sich die Mainzer am Rheinufer wünschen

Bürgerwünsche für den Abschnitt zwischen Rheinufer-Tiefgarage und Zollhafen vorgestellt

Was sich die Mainzer am Rheinufer wünschen

Als im Sommer der erste Abschnitt der Rheinufer-Sanierung zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Tiefgarage „Parkhaus Rheinufer“ fertig wurde, waren viele Mainzer enttäuscht. Statt neuer grüner Flächen blieb der Abschnitt auch nach der Sanierung grau. Der Grund: Die Flächen wurden vor allem für die Rheinufer-Feste ausgelegt. Diese Vorgabe gibt es im zweiten Abschnitt des Rheinufers nicht.

Der etwa 700 Meter lange Abschnitt des Adenauer-Ufers liegt zwischen Rheinufer-Tiefgarage und Zollhafen. Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne), Oliver Zeisberger (Büro Squirrel & Nuts) und Moritz Morsblech (Grün- und Umweltamt) stellten am Mittwoch die Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsverfahren zum zweiten Abschnitt vor.

Der Beteiligungsprozess war mit einer Auftaktveranstaltung im Kurfürstlichen Schloss am 4. Juli 2023 gestartet. Mehr als 300 Bürger hatten ihre Wünsche geäußert, diskutiert und gemeinsam an Plänen gearbeitet. Auch 240 Schüler der Grundschule Feldbergschule und vom Frauenlobgymnasium waren involviert. Zudem wurden an drei aufeinanderfolgenden Tagen eines langen Wochenendes Passanten zum Rheinufer befragt.

Mehr Grün, mehr Ruhe

Dabei wurden auch digitale Fragebögen ausgefüllt. Zentrale Wünsche bei den rund 700 Antworten seien vor allem gewesen: „ein grüneres, weniger versiegeltes Ufer mit attraktivem Spiel-, Sport- und Freizeitangebot“, „ein Ort für Ruhesuchende“ und „ein harmonisches Miteinander“ von Radfahrern und Fußgängern. Eine Grünanlage solle unter anderem Sportangebote und die Möglichkeit bieten, das Wasser und den Rhein zu erleben.

Die Ergebnisse würden nun in den weiteren Prozess einfließen, Landschaftsarchitekten entwickeln zur Zeit erste Vorplanungskonzepte. Diese werden in einem zweiten Beteiligungstermin am 15. November im Kurfürstlichen Schloss vorgestellt. „Die Rückmeldungen aus dieser Diskussion werden dann wiederum wichtige Hinweise sein, um den Entwurf im weiteren Planungsprozess zu schärfen“, so Steinkrüger.