Mainz-Stürmer drohte Karriereende nach Kopf-OP

Durch Glück im Unglück erkannten Ärzte, dass Mainz-Stürmer Adam Szalai dringend am Kopf operiert werden muss. Inzwischen steht der Ungar wieder auf dem Fußballplatz, doch es hätte auch ganz anders kommen können, wie er nun berichtet.

Mainz-Stürmer drohte Karriereende nach Kopf-OP

Nur durch Zufall hatten Ärzte nach einem glimpflich verlaufenen Autounfall im Dezember 2021 entdeckt, dass Mainz 05-Stürmer Adam Szalai dringend am Kopf operiert werden muss (wir berichteten). Kurz vor Weihnachten hatte sich der Ungar via Instagram aus der Uniklinik Heidelberg gemeldet und erklärt, dass es ihm nach dem Eingriff den Umständen entsprechend gut gehe. Jetzt hat sich Szalai in einem Interview mit den vereinseigenen Kanälen von Mainz 05 erneut zu Wort gemeldet und über die schwere Zeit für ihn und seine Familie gesprochen.

Noch immer sei er dem Team der Uniklinik Heidelberg sehr dankbar für die Hilfe: „Wir haben damals die Entscheidung gemeinsam getroffen, die OP zu machen. Es musste etwas am Kopf entfernt werden, von dem sich später auch herausgestellt hat, dass es gutartig ist“, berichtet Szalai. Um welchen Eingriff es sich genau gehandelt hat, haben bisher weder Szalai selbst noch der FSV Mainz 05 bekanntgegeben.

Weihnachten ohne die Familie

Belastend sei für ihn gewesen, über Weihnachten in der Klinik sein zu müssen, erklärt Szalai. „Wenn man über Weihnachten im Krankenhaus liegt und aufgrund der schwierigen Corona-Lage keinen Besuch empfangen darf, seine Familie nicht sehen kann, dann ist das nicht einfach.“ Außer den Ärzten und Pflegekräften hätten ihm auch andere Dinge Kraft gegeben: Mit seiner eigenen Stiftung hilft der Ungar seit rund vier Jahren benachteiligten Kindern. „Dabei habe ich viel schlimmere Schicksale erlebt und gesehen, was diese Leute durchgemacht und wie sie sich durchgekämpft haben. Das hat mir Kraft gegeben und die Situation leichter gemacht.“

„Es war vorher nicht klar, ob ich danach auf dem Fußballplatz noch alles mitmachen kann.“ - Adam Szalai über seine Kopf-OP

Mit 34 Jahren neigt sich Szalais Karriere langsam dem Ende zu. Noch ist unklar, ob der im Sommer auslaufende Vertrag des Ungarn in Mainz noch einmal um ein weiteres Jahr verlängert wird. Doch ob er nach seiner Kopf-OP überhaupt nochmal Fußball spielen könnte, stand vor dem Eingriff gar nicht fest. „Die Entscheidung für eine Kopf-OP ist anders als beispielsweise bei einer Knie- oder Fußgelenk-OP, die ich schon öfter mal hatte. Es war vorher nicht klar, ob ich danach auf dem Fußballplatz noch alles mitmachen kann.“ Nachdem der Eingriff allerdings gut verlaufen ist, brennt Szalai nun schon wieder darauf, in der Bundesliga auf Torejagd zu gehen. „Ich habe mich nach der OP sehr fit gefühlt, musste aber natürlich noch die Ergebnisse abwarten. Ich wurde sehr professionell betreut und es wurde besprochen, wie es weiterlaufen könnte.“

„Auch, wenn ich mittlerweile 34 Jahre alt bin, habe ich mich gefühlt wie ein 18-Jähriger, der von der A-Jugend kommt und in die Kabine der Profis reinläuft. Das war einfach ein schöner Neuanfang.“ - Adam Szalai

Bereits am 3. Januar, also nur wenige Tage nach der OP, stand Szalai schon wieder mit seinem Teamkollegen auf dem Trainingsplatz. Auch sie und das Trainerteam hätten ihn in der schweren Zeit unterstützt, sagt Szalai. Die Rückkehr auf den geliebten Fußballplatz beschreibt der Ungar nun so: „Man fühlt sich ein bisschen wie neugeboren. Auch, wenn ich mittlerweile 34 Jahre alt bin, habe ich mich gefühlt wie ein 18-Jähriger, der von der A-Jugend kommt und in die Kabine der Profis reinläuft. Das war einfach ein schöner Neuanfang.“

Logo