Engagementpreis 2021: Sechs Mainzer Initiativen sind nominiert

10.000 Euro Preisgeld zu gewinnen

Engagementpreis 2021: Sechs Mainzer Initiativen sind nominiert

Gleich sechs Mainzer Initiativen und Vereine sind für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2021 nominiert worden. Wir stellen sie euch vor.

Wohnsitzlos in Mainz e. V.

Während der Pandemie ist es schwer, Wohnsitzlose mit warmen Mahlzeiten zu versorgen. Gleichzeitig fehlt lokalen Unternehmen die Kundschaft – sei es wegen der Lockdowns oder wegen der schlechteren wirtschaftlichen Lage vieler Privatpersonen. Der Verein „Wohnsitzlos in Mainz“ (WiM) will mit seinen TakeCare-Gutscheinen beiden Seiten helfen. Mittels Spendengeldern kauft WiM Gutscheine für je eine warme Mahlzeit zum Mitnehmen. Durch die Menge an Gutscheinen können die lokalen Gastro-Betriebe die Gutscheine etwas günstiger anbieten. Die TakeCare-Gutscheine gibt WiM mit den Lunchpaketen im Tagesaufenthalt der Mission Leben in Mainz aus. So soll die lokale Gastronomie gestärkt und gleichzeitig den Wohnsitzlosen geholfen werden. Mit Erfolg: Bisher konnten über 20.000 warme Mahlzeiten abgeholt und die Mainzer Gastronomie-Szene mit einem sechsstelligen Betrag unterstützt werden.

Das Konzept der TakeCare-Gutscheine wurde bereits mit dem Karl-Delorme-Preis der SPD Mainz, dem Deutschen Nachbarschaftspreis Land Rheinland-Pfalz und im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2020“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet. Es wird vom Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz unterstützt.

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FC Ente Bagdad / SV Vitesse Mayence

Unter dem Projektnamen „Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt“ setzt sich der integrative Fußballverein „FC Ente Bagdad“ für Vielfalt, Respekt und Weltoffenheit ein. Vor allem engagiert sich der Verein gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt.

„Die Enten sehen sich in der Verantwortung alles zu tun, dass sich die Geschichte nicht wiederholt“, heißt es in der Beschreibung zum Publikumspreis. Mit Kultur- und Bildungsprojekten, Filmvorführungen, Ausstellungen, Gedenkstättenbesuchen, Zeitzeugengesprächen und Vielfaltsfußballturnieren will der Verein einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

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gpe Mainz gGmbH

Mit der Sozialen Stadtimkerei ermöglicht es die „Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen“ (gpe) Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, sich für Artenschutz und den Erhalt der Bienen zu engagieren. Die Imkerei verbindet damit soziales Engagement mit nachhaltigem Umweltschutz.

Dabei wendet sich die gpe auch an Menschen, die seelisch belastet sind, Krankheitserfahrungen erlebt haben oder sich in prekären Lebenslagen befinden. Es gehe „um individuelle Aktivierung, soziale Teilhabe und Entstigmatisierung von Menschen, die die Möglichkeit haben in das Projekt hinein- und oftmals über sich selbst hinauszuwachsen“, heißt es von Seiten der Organisation.

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Projekt hochhinaus

Das Projekt „hochhinaus“ ermöglicht es Kindern und Erwachsenen mit einer Behinderung, den Klettersport regelmäßig und nachhaltig ausüben zu können. Bereits seit 2015 bietet das Projekt unter dem Dach des Deutschen Alpenvereins, Sektion Wiesbaden, Klettern für Personen mit Beeinträchtigung an. Um noch mehr Menschen die Chance zum Klettern zu ermöglichen, ist das Ziel des Projekts, auch Organisationen wie Werkstätten oder Wohnheime anzusprechen.

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Ein bunter Garten für St. Stephan / Ahed Alhamad

Ahed Alhamad engagiert sich ehrenamtlich in den Grünanlagen der Pfarrkirche St. Stephan. So wurde unter anderem eine Bienenwiese angelegt, wo rund 120.000 Bienen in ihren Körben Platz gefunden haben. Außerdem wurde ein Kräutergarten angelegt und der historische Kreuzgang mit mehr als 1000 Pflanzen neu bestückt.

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Wie Merkurist bereits berichtete, ist auch die Stadttaubenhilfe Mainz/Wiesbaden nominiert.

Noch bis zum 20. Oktober könnt ihr für die Initiativen und Vereine abstimmen. Der Gewinner des Publikumspreises erhält 10.000 Euro.

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