So lief das Silvesterschwimmen der Mainzer Feuerwehr

Kaltes Wasser, heißer Tee und jede Menge Spaß: Etwa 180 Taucher aus dem Rhein-Main-Gebiet nahmen am Silvestermorgen am traditionellen „Abschwimmen“ der Mainzer Feuerwehr teil.

So lief das Silvesterschwimmen der Mainzer Feuerwehr

Ein aufblasbarer Flamingo, schwimmende Ghettoblaster und Thermoskannen, vor allem aber jede Menge Menschen in Neoprenanzügen: Das traditionelle Silvesterschwimmen der Mainzer Feuerwehr bescherte den Spaziergängern am Rheinufer einige ungewöhnliche Anblicke.

Der Spaß steht im Mittelpunkt

Am Montagmorgen fand das sogenannte Abschwimmen der Mainzer Feuerwehr mit Tauchern verschiedener Organisationen wie Feuerwehr, THW oder DLRG und privaten Tauchclubs aus dem Rhein-Main-Gebiet zum 48. Mal statt. In diesem Jahr nahmen über 180 Taucher teil, die sich ab 9 Uhr auf Höhe des Rathauses versammelt hatten.

Inmitten der dunklen Neoprenanzüge fielen die vielen mitgebrachten Schwimmtiere auf, darunter besonders der riesige Flamingo, den die Taucher und Unterwasserrugbyspieler des Tauchclubs „TC Pulpo“ aus Wiesbaden im Gepäck hatten. „Unser Motto lautet 'Spaß haben!'“, erklärte Johannes Hoffmann von der „Mainzer Winzergarde“. Als Verein nahmen sie zum dritten Mal am Abschwimmen teil, einzelne Mitglieder seien aber schon deutlich länger dabei.

Neben dem Spaß soll das „Abschwimmen“ auf die Wasserrettung als besondere Aufgabe der Feuerwehr hinweisen. Deren Tauchergruppe ist rund um die Uhr in Bereitschaft, um in Notfällen auf und am Gewässer Hilfe zu leisten. Das Silvesterschwimmen soll zudem den Kontakt unter den Wasserrettern pflegen und fördern. So nutzten viele der Teilnehmer die Gelegenheit zum lockeren Gespräch mit Kollegen.

„Hier geht es in erster Linie ums Spaß haben“, fand René Gitter, Oberbrandmeister im Dienst der Stadt Wiesbaden. Er war zum ersten Mal beim „Abschwimmen“ in Mainz dabei, das Bad im Rhein kenne er aber bereits vom traditionellen „Anschwimmen“, das in jedem Frühjahr in Wiesbaden stattfindet.

Schwimmen bei sieben Grad

Nach einer Dankesrede gab Oberbürgermeister Michael Ebling um 10 Uhr den Startschuss für die Taucher. Die meisten legten die zwei Kilometer lange Strecke im etwa 7 Grad kalten Wasser langsam zurück, alberten miteinander herum oder winkten den etwa 1200 Zuschauern am Ufer.

„Die Mainzer müssen aus allem immer gleich eine Party machen. Das ist großartig“, so eine Frau, bevor sie zurückwinkte. Thomas Diehl von der DLRG Frankenthal, der zum sechsten Mal am Abschwimmen teilnahm, konnte sich früh von den anderen Schwimmern absetzen und erreichte als Erster das Ziel auf Höhe des Feldbergtors. „Wir hatten schon wesentlich kältere Temperaturen“, erklärte er, nach einer kurzen Wärmedusche. „Heute war es richtig angenehm.“

Gegen 12 Uhr empfing Oberbürgermeister Ebling die Schwimmer und ihre Gäste zu einem gemütlichen Beisammenseinim Foyer des Mainzer Rathauses. Auch im Jahr 2018 soll der Erlös der begleitenden Spendenaktion gemäß dem Motto „Die Feuerwehr Mainz schwimmt, um zu helfen“ wieder für einen guten Zweck gestiftet werden. Dieses Jahr geht er an die gemeinnützige Gesellschaft „Direkt für Kinder“ aus Mainz, die Kinder und Familien in aktuellen finanziellen Notlagen schnelle Hilfe leistet.

(pk)

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