Für viele Studierende der Johannes Gutenberg-Universität gehört sie zum Semesterstart wie die Vorlesungen selbst: die große Semesteröffnungsfete, kurz SÖF. Doch in diesem Sommersemester wird es die beliebte Party nicht in ihrer gewohnten Form geben. Das teilte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Mainz auf Instagram mit und erntete dafür viel Kritik.
Als Grund für die Absage nennt der AStA gestiegene Kosten. „Aufgrund steigender Preise bei Technik, Getränken, Dienstleistern usw. ist das bisher gefahrene Konzept der SÖF nicht mehr tragbar“, heißt es in dem Statement. Stattdessen plant der AStA nun als Alternative eine kleinere „Semesteröffnungsparty“ (SÖP). Diese soll am 16. April ab 22 Uhr im Kulturcafé (Q-Kaff) auf dem Campus stattfinden. Tickets kosten im Vorverkauf vier Euro für Studierende und sechs Euro für Externe. An der Abendkasse sind die Preise mit sechs beziehungsweise acht Euro etwas höher.
Große Enttäuschung und Wut
Unter dem Instagram-Beitrag des AStA entlädt sich der Frust der Studierenden in zahlreichen Kommentaren. Die Entscheidung stößt auf breites Unverständnis und scharfe Kritik. Viele sehen die SÖF als ein Markenzeichen des Mainzer Studentenlebens. „Die SÖF war wohl über Jahre dass einzige sinnvolle, was man vom Asta mitbekommen hat, und vor allem das Semester-Highlight“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer kommentiert: „Total unseriös und für euch als Verband einfach lachhaft.“
Die Enttäuschung über die Absage ist groß. Die als Ersatz angebotene Party im deutlich kleineren Kulturcafé wird von vielen als unzureichend empfunden. „Irgendwie habt ihr es noch viel schlimmer gemacht damit, dass ihr die ganze SÖF versucht, in das QKaff zu legen“, meint ein Kommentator. Auf dem Campus feierten regelmäßig mehr als 5000 Besucher den Semsterstart. Die Kapazität des Q-Kaff wird vom Musik-Netzwerk „backstage PRO“ auf circa 500 Menschen geschätzt.