Hochstraße Mombach wird noch im Frühjahr gesperrt

In wenigen Jahren soll die Mombacher Hochstraße abgerissen werden. Doch für Autofahrer wird sie schon viel früher nicht mehr befahrbar sein.

Hochstraße Mombach wird noch im Frühjahr gesperrt

Langsam aber sicher werden die Pläne für den Abriss der Mombacher Hochstraße konkret. Zu marode ist die 1969 erbaute Verbindungsstraße inzwischen geworden, als dass noch lange tausende Autos am Tag darüber fahren könnten. Wie es nun weitergehen soll, hat die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) am Montag in einem Pressegespräch erklärt.

Ein exakter Zeitplan für den Abriss sei jedoch noch nicht in Sicht, erklärten Eder und der Leiter des Stadtplanungsamtes, Axel Strobach: „In zehn oder gar 15 Jahren wird die Hochstraße aber nicht mehr stehen, da lehne ich mich mal aus dem Fenster“, sagte Eder. Auch wenn die Brücke also noch einige Jahre zum Mainzer Stadtbild gehören wird, lange nutzen können sie die Mainzer Autofahrer nicht mehr. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Mombacher Hochstraße nämlich schon im Mai gesperrt. Der Verkehr soll sich dann auf den bestehenden, ebenerdigen Straßen verteilen - diese wurden zwischen 2018 und 2020 dafür ausgebaut. Im Frühjahr soll dann vor der Sperrung die Einrichtung einer Rechtsabbiegerspur an der Ecke Rheinallee/Zwerchallee abgeschlossen sein.

Giftige Stoffe in der Hochstraße?

Die Planungen für den Rückbau der Hochstraße laufen bereits, sind aber noch lange nicht in der finalen Phase, wie Strobach erklärt. Vorbereitungen für eine Ausschreibung an entsprechende Firmen werden bereits getätigt, „dabei handelt es sich allerdings um eine sehr komplexe Angelegenheit“, so Strobach weiter. In einem der nächsten Schritte muss auch geprüft werden, ob giftige Stoffe wie Asbest in der Hochbrücke vebaut sind. Dies sei bei Bauwerken aus den Sechzigerjahren die übliche Vorgehensweise, erklärte Strobach. Sollten diese Giftstoffe tatsächlich verbaut worden sein, würde zwar keine Gefahr für Anwohner bestehen, allerdings würde es den Abriss nicht gerade einfach gestalten - günstiger schon gar nicht.

Wie teuer der Abriss wird, sei derzeit noch nicht abzusehen. Laut Strobach ist jedoch mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich zu rechnen. Auch wenn der Abriss der Hochstraße noch nicht konkret geplant ist, sagt Verkehrsdezernentin Eder: „Wir fahren ab jetzt auf Sicht.“

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