Dieselfahrverbot auf Rheinachse

Tempo 30 in Teilen der Innenstadt

Dieselfahrverbot auf Rheinachse

Auf der Rheinachse wird ab 1. Juli 2020 ein Dieselfahrverbot eingeführt. Das gab die Stadt Mainz heute bei der Vorstellung des Luftreinhalteplans für 2020 in einer Pressekonferenz bekannt.

Außerdem gilt ab 1. Juli Tempo 30 auf Rheinachse, Parcusstraße und Kaiserstraße. In einer Pressemitteilung kündigte die Polizei bereits an, dass es nach Einführung der neuen Regelungen auch Kontrollen des fließenden Verkehrs geben wird. Auf der Rheinstraße soll es dann zudem einen festen Blitzer geben. Radverkehr und ÖPNV sollen weiter gestärkt werden. Am 12. Februar geht der neue Luftreinhalteplan in den Stadtrat, Ende April soll er in Kraft gesetzt werden.

Das Fahrverbot ab Juli soll für Dieselautos der Schadstoffklassen 1 bis 5 gelten sowie für alte Benziner der Schadstoffklassen 1 und 2. Es soll entlang der Rheinachse von der Holzhofstraße bis zum Kaiser-Karl-Ring gelten. Auch die Theodor-Heuss-Brücke ist betroffen, wie Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) gegenüber der „Allgemeinen Zeitung“ sagte. Betroffene Autofahrer aus Kostheim und Kastel können dann nicht mehr über die Brücke fahren und müssen sich einen anderen Weg nach Mainz suchen.

„Komplette Innenstadt abzuriegeln, halten wir für unverhältnismäßig“

Mit dem streckenbezogenen Fahrverbot will die Stadt verhindern, dass ein Dieselfahrverbot für weite Teile der Innenstadt ausgesprochen werden muss. Andere Fahrziele in der Innenstadt können dann nach wie vor über die Holzhofstraße, Weißliliengasse und Kaiserstraße erreicht werden. „Die komplette Innenstadt abzuriegeln, halten wir für unverhältnismäßig“, so Katrin Eder.

2019 wurden an Messpunkten in der Rheinstraße und Rheinallee Stickstoff-Dioxid-Werte von durchschnittlich 49 Mikrogramm registriert. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Mit Tempo 30 in der Parcusstraße erhofft sich die Stadt, perspektivisch unter die 40 Mikrogramm zu kommen (derzeit 42 Mikrogramm).

Ob es beim Dieselfahrverbot Ausnahmen für einzelne Berufsgruppen geben wird, will die Stadt nach gründlicher Prüfung zu einem anderen Zeitpunkt bekanntgeben. Anwohner, die nur über die Rheinachse zu ihrem Wohnort gelangen, erhalten aber eine Ausnahmegenehmigung. (pk)

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