Zwei Wochen vor Start des Mainzer Marktfrühstücks haben die Stadt Mainz und die Mainzer Winzer am Montag überraschend verkündet: Der Schillerplatz wird neuer Standort des beliebten Events. Er soll künftig den Leichhof ersetzen, der im vergangenen Jahr wegen des großen Zulaufs aus allen Nähten platzte.
Am 14. März soll es hier losgehen, eine Woche nach dem eigentlichen Start des Marktfrühstücks an den beiden anderen Standorten Tritonplatz und Fischtorplatz.
Doch damit kollidiert das Marktfrühstück mit anderen Festen, die am Schillerplatz in der wärmeren Jahreszeit regelmäßig stattfinden, darunter etwa der Weinfrühling im April und der Weinherbst im September. Bei der Pressekonferenz am Montag sagte Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz auf Nachfrage von Merkurist, dass es keine Auswirkungen auf andere Veranstaltungen geben werde.
Was wird aus Weinfrühling und Weinherbst?
Jürgen Metschurat, der Ausrichter des Weinfrühlings und des Weinherbstes, traf die Neuigkeit jedoch unvorbereitet. Auf Anfrage von Merkurist hin sagt er, dass er über die Verlegung des Marktfrühstücks nicht informiert worden sei. Demnach habe es weder Gespräche noch Abstimmungen mit ihm gegeben. Angemeldet habe er beide Veranstaltungen bereits im November 2025.
Erst nach seiner Rückfrage habe ihm eine Sachbearbeiterin der Stadtverwaltung nun versichert, dass seine Weinfeste „im gewohnten Umfang stattfinden“ könnten und an diesen Tagen das Marktfrühstück am Schillerplatz entfalle.
„Da unter meinen Standbetreibern auch ein Weingut der Mainzer Winzer dabei ist, sind diese ja dennoch am Schillerplatz“, so Metschurat weiter.