Große Einschusslöcher auf Autobahn-Schildern

Meist mit Gaspistolen oder Soft-Air-Waffen

Große Einschusslöcher auf Autobahn-Schildern

Wild-West-Manieren auf der A63: Fährt man aus Richtung Kaiserslautern nach Mainz kann man auf vielen Autobahn-Schildern große Einschusslöcher erkennen. So sind zum Beispiel am Verkehrsschild an der Abfahrt Nieder-Olm vier Löcher zu sehen. Auch das Schild an der Ausfahrt Erbes-Büdesheim weist solche Einschüsse auf.

Das hat auch Merkurist-Leser Gideon beobachtet. Deshalb fragt er in einem Snip: „Schüsse auf der A63?! Wer hat hier auf Verkehrsschilder geschossen?“ Zudem will Gideon wissen, ob der Polizei solche Schäden bekannt seien.

Problem bekannt

Wie ein Sprecher der Mainzer Polizei mitteilt, kenne die Polizei zahlreiche solcher Vorfälle. Nicht nur die Schilder in Nieder-Olm und Erbes-Büdesheim seien davon betroffen. „Es gibt viele Bürger, die anscheinend daran Gefallen finden, auf die Schilder zu schießen.“ Dabei handle es sich aber nicht um „scharfe Waffen“, so der Sprecher. In den meisten Fällen seien es Gaspistolen oder Soft-Air-Waffen, mit denen auf die Schilder geschossen werde.

An den massiven Einschusslöchern könne man erkennen, wie viel Energie trotzdem in solchen Waffe stecke. Die Taten selbst, blieben zunächst meist unentdeckt. Es gebe eigentlich keinen Zeugen, der diese Fälle sofort melde, so der Sprecher. „Wie viele Schilder tatsächlich betroffen sind, führt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) jährlich in einer Statistik auf und leitet sie an die Polizei weiter.“ Sollten die Leute, die auf die Schilder schießen, erwischt werden, müssen sie mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen. (df)

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