Mit 200 km/h unterwegs: Rücksichtsloser Raser versucht, Polizei abzuhängen

Der Raser ist Fahranfänger und jetzt seinen Führerschein wieder los.

Mit 200 km/h unterwegs: Rücksichtsloser Raser versucht, Polizei abzuhängen

Nachdem er mehrere Verkehrsverstöße auf der A61 begangen hatte, raste ein Fahranfänger (18) der Polizei am Samstag mit 200 Stundenkilometer davon - und konnte dennoch geschnappt werden. Das meldet die Verkehrsdirektion Mainz.

Eine Zivilstreife der Polizei beobachtete gegen 13:50 Uhr an der Anschlussstelle Gau-Bickelheim den Verkehr, als sich der 18-Jährige mit seinem schwarzen Mercedes Coupe näherte. Der 18-Jährige hupte und machte gestikulierend auf sich aufmerksam. Als die Streife dem Mercedes daraufhin folgen wollte, gab dieser plötzlich Gas und entfernte sich mit sehr hoher Geschwindigkeit.

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Blaulicht und Anhaltezeichen des Polizeifahrzeuges ignorierte der 18-Jährige. Zudem überholte er höchst gefährlich im Zickzack rechts, links und über die Standspur vorausfahrende Fahrzeuge. Dabei fuhr er rund 200 Stundenkilometer. Da der schwarze CLK dem deutlich schnelleren Polizeifahrzeug jedoch unterlegen war, fuhr der Fahrer in Alzey von der Autobahn ab und versuchte, ins Stadtgebiet zu flüchten. Dort konnte er dann gestellt werden.

Wie sich herausstellte, war der Mann gerade einmal 18 Jahre alt und erst seit drei Monaten im Besitz einer Fahrerlaubnis. Den Führerschein nahmen die Beamten dem auch an der Kontrollstelle sehr aggressiven 18-Jährigen sofort ab. Dazu kam, dass gefährdete Verkehrsteilnehmer bereits am Wochenende zuvor Anzeige gegen den bis dahin unbekannten Fahrer des schwarzen CLK gestellt hatten, weil der ähnlich aggressiv über die A63 von Nieder-Olm nach Alzey gerast war. Außer Strafanzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung, Nötigung und verbotenem Kraftfahrzeugrennen prüft die Staatsanwaltschaft daher auch den Einzug des Mercedes.

Wie die Polizeibeamten in diesem Zusammenhang sagten, gehöre zwar der Umgang mit aggressiven Autofahrern zu den Alltagsaufgaben der Zivilfahnder auf den rheinhessischen Autobahnen. Doch was sie in diesem Fall auf der A61 erlebt hatten, habe selbst bei den erfahrenen Beamten der Verkehrsdirektion Wörrstadt nur noch Kopfschütteln ausgelöst.

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