Autobahnkreuz Mainz-Süd: Wieso sich der Bau schon so verzögert hat

Momentan laufen am Autobahnkreuz Mainz-Süd die Vorbereitungen sowie die Baufeldfreimachung für den Neubau der zweiten Brücke. Doch der ursprüngliche Zeitplan für das Bauprojekt konnte schon längst nicht mehr eingehalten werden. Woran das liegt.

Autobahnkreuz Mainz-Süd: Wieso sich der Bau schon so verzögert hat

Eigentlich sollten die Arbeiten am Autobahnkreuz Mainz-Süd schon seit Sommer 2021 abgeschlossen sein. Doch die Realität sieht anders. Nach wie vor sind die Ausführungen der beteiligten Unternehmen nicht beendet. Wie es überhaupt zu den Vörzerungen kommen konnte, wollte nun die CDU im Mainzer Stadtrat wissen. Dabei ging es auch darum, wie viele Millionen nun bisher für den Bau des Autobahnkreuzes veranschlagtnahmt wurden.

Deshalb kommt es zu Verzögerungen

Wie Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) erklärt, habe man, weil man sich nicht über das Umbaukonzept einigen konnte, im Herbst 2021 den Bauvertrag mit der ausführenden Baufirma aufgehoben. Die „Restbauleistungen“ für das Teilbauwerk 1 (Südbrücke) seien dann neu ausgeschrieben und bis Ostern 2022 umgesetzt worden. Nun würden nach Angaben der Autobahn GmbH mit „Hochdruck“ am Projektgearbeitet. „In der aktuellen Ausschreibungsphase und in der Folgezeit liegt der Fokus auf planerischen Arbeiten, sodass Verkehrsteilnehmende weniger Bautätigkeiten vor Ort wahrnehmen“, so Steinkrüger.

Gleichwohl werde im Hintergrund intensiv an der weiteren baulichen Umsetzung gearbeitet. Der Plan, den Abbruch der bestehenden Nordbrücke in einer eigenen Ausschreibung zu vergeben und bereits im Sommer 2022 durchzuführen, hätte sich aus Sicherheitsgründen nicht als Vorabmaßnahme realisieren lassen, gibt die Verkehrsdezernentin an. Doch wie haben sich nun die Baukosten durch die Verzögerungen entwickelt und mitwelchen Kosten ist noch zu rechnen?, fragt die CDU die Dezernentin. Dazu sagt Steinkrüger: „Die bisher genehmigten Baukosten der Gesamtmaßnahme sind auf rund 32 Millionen fortgeschrieben worden.“

Inzwischen seien jetzt die Ausschreibung für den geplanten Abbruch und die Erneuerung der Nordbrücke inklusive aller hierfür notwendigen Planungs- und Genehmigungsprozesse „am Markt platziert“ worden. Den Zuschlag solle dabei die Baufirma erhalten, die das Bauvorhaben konzeptionell, verfahrenstechnisch und zeitlich am besten umsetzen kann, so Steinkrüger. Die Fertigstellung des Bauprojekts sei weiterhin für Ende 2024 terminiert.

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