Arbeiten am Kreuz Mainz-Süd dauern deutlich länger als geplant

Ende 2018 sollte der erste Bauabschnitt am Kreuz Mainz-Süd beendet sein. Doch bis heute sind die Arbeiten nicht abgeschlossen. Jetzt nennt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) einen neuen Zeitplan für die Fertigstellung des Bauwerks.

Arbeiten am Kreuz Mainz-Süd dauern deutlich länger als geplant

Das Autobahnkreuz Mainz-Süd ist derzeit eine Großbaustelle: Die zwei parallel laufenden Autobahnbrücken werden abgerissen und neugebaut. Seit dem Spätsommer 2017 ist deshalb unter anderem auf der A60 die Abfahrtsrampe von Finthen kommend in Richtung Innenstadt gesperrt. Eigentlich sollte die erste Bauphase Ende 2018 beendet sein. Doch bis heute ist man dort nicht entscheidend vorangekommen.

Das ist auch Merkurist-Leser Oliver aufgefallen. In seinem Snip schreibt er: „Die erste Brückenhälfte am Kreuz Mainz sollte laut Landesbetrieb Mobilität Ende 2018 fertig sein. Fertig sieht definitiv anders aus.“ Doch woran liegt es nun, dass die Bauarbeiten ins Stocken geraten sind?

Neuer Zeitplan

Auf Anfrage von Merkurist teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit, dass es einen Wechsel des Stahlbau-Unternehmens gegeben habe. „Aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher konnte der bisher als Unternehmen beauftragte Stahlbauer keine akzeptablen Alternativtermine für die Lieferung der Brückenträger in Aussicht stellen.“ Zur Beschleunigung des Bauablaufs habe man nun einvernehmlich ein neues Stahlbau-Unternehmen beauftragt, so der LBM. Die Werksfertigung der Brückenträger werde nun im April 2019 anlaufen.

Deshalb werde die Brücke am Autobahnkreuz Mainz-Süd später fertiggestellt als ursprünglich vorgesehen, so der LBM. So soll die erste Brückenhälfte im Frühjahr 2020 fertig sein und somit den Verkehrsfluss im Baustellenbereich weiter verbessern. Der zweite Bauabschnitt soll dann im Frühjahr 2021 beendet sein.

Hintergrund

Das Kreuz Mainz-Süd wird seit Sommer 2017 erneuert. Mit über 90.000 Fahrzeugen pro Tag zählt das Kreuz zu den hochbelasteten Knotenpunkten des Landes. Das Bauwerk war aufgrund seines schlechten Zustandes nicht mehr instandsetzungswürdig. Die Kosten für die Brückenbauarbeiten belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro.

(pk)

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