Bundesweiter Warntag: So will sich die Stadt Mainz auf den Ernstfall vorbereiten

Was euch am Donnerstag erwartet und wie die Stadt Mainz das bestehende Warnsystem ausweiten will, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Bundesweiter Warntag: So will sich die Stadt Mainz auf den Ernstfall vorbereiten

Am zweiten bundesweiten Warntag am 8. Dezember 2022 werden auch in Mainz die verschiedenen Warnsysteme getestet, um die Bevölkerung zu informieren. Dazu gehört unter anderem ein Probealarm der städtischen Sirenen, wie die Landeshauptstadt Mainz bekannt gibt.

Um 11 Uhr wird über die Sirenen ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton ausgesendet, der das Signal „Warnung der Bevölkerung“ bedeutet. Um 11:40 Uhr soll dann mit einem einminütigen Dauerton das Sirenensignal „Entwarnung“ folgen. Außerdem werden in Ebersheim die Lautsprecheranlagen der städtischen Feuerwehrfahrzeuge getestet, die im Ernstfall ebenfalls zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden sollen. Als digitale Maßnahme wird auf der Internetseite der Stadt Mainz zudem ein Warnbanner geschaltet.

Zusätzlich zu den lokalen Testwarnungen werden am 8. Dezember um 11 Uhr bundesweit Warntexte über alle Warn-Apps sowie erstmals über Cell-Broadcast an alle Handys teilnehmender Anbieter gesendet.

Nicht genug Sirenen in Mainz

Insgesamt handelt es sich bei den verschiedenen Probemaßnahmen am 8. Dezember um einen sogenannten Warnmittelmix. Über unterschiedliche Kanäle soll eine größtmögliche Bandbreite an Personen erreicht werden. Doch das ist in Mainz zur Zeit noch nicht uneingeschränkt möglich.

Laut Angaben der Stadt Mainz gibt es nach der Abrüstung zum Ende des Kalten Kriegs in den 90er-Jahren nur noch 54 Sirenen im Stadtgebiet. Diese stehen vor allem in Industriegebieten und an Verkehrsknotenpunkten. Um die gesamte Bevölkerung wieder über Sirenen erreichen zu können, sollen im kommenden Jahr 36 weitere Sirenen in allen Stadtteilen installiert werden. Eine flächendeckende Verteilung der Sirenen sei voraussichtlich ab Mitte 2024 erreicht.

Im Fall einer Katastrophe werden Anweisungen und weiterführende Informationen über die Presse und die Social-Media-Kanäle der warnenden Behörden bekanntgegeben. Auf keinen Fall sollen die Notrufe 110 oder 112 gewählt werden, um nach weiteren Informationen zu fragen. Weiteres zur Sirenenwarnung, die Warntöne und weiterführende Infos findet ihr hier.

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