So wollen Mainzer Jugendliche die Welt verbessern

Mit einer bundesweiten Aktion vom 23. bis 26. Mai wollen Kinder und Jugendliche die Welt verbessern. Drei Tage lang arbeiten sie an Projekten für das Wohl der Gemeinschaft. Auch in Mainz haben sich viele junge Menschen für die Aktion angemeldet.

So wollen Mainzer Jugendliche die Welt verbessern

Kindergärten verschönern, Gemeindefeste organisieren, Mitmenschen informieren: Rund 80.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland wollen „in 72 Stunden die Welt besser machen“. Das ist das Motto der Sozialaktion, bei der junge Menschen vom 23. bis 26. Mai gemeinnützige Projekte in ihrer Umgebung umsetzen.

Über 300 Kinder und Jugendliche aus Mainz machen mit

Hinter der 72-Stunden-Aktion steht der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ein Dachverband katholischer Jugendverbände, der die Interessen Jugendlicher in Kirche, Politik und Gesellschaft vertritt. Er hat Jugendgruppen bundesweit dazu aufgerufen, sich sich mit selbstorganisierten Projekten sozial zu engagieren. Etwa 3300 Aktionsgruppen haben sich nach Angaben des BDKJ für die zweite bundesweite 72-Stunden-Aktion angemeldet.

Allein in Mainz wollen mehr als 300 Kinder und Jugendliche in 17 Gruppen ein eigenes Projekt umsetzen. Das erzählt Tobias Eggers von der Katholischen Jugendzentrale Mainz, die die Projekte im Dekanat Mainz Stadt koordiniert. Wer bei der Sozialaktion mitmachen möchte, muss nicht unbedingt katholisch sein. „Die Aktion steht allen Menschen offen, die sich für eine solidarische, offene und gerechte Gesellschaft einsetzen möchten“, sagt Eggers. Dafür haben sich die Mainzer Jugendlichen ganz unterschiedliche Projekte überlegt und selbst organisiert.

Kreative Projektideen in Mainz

Beispielsweise plant der Jugendausschuss St. Peter Mainz aus der Altstadt zusammen mit einer Flüchtlingsunterkunft im benachbarten Allianzhaus ein Videoprojekt zum Thema „Integration von Flüchtlingen“. Die KjG Sankt Alban möchte das Außengelände ihrer Gemeinde in der Oberstadt auf Vordermann bringen, damit dort wieder Feste gefeiert werden können. Die Katholische Jugend Drais Lerchenberg hat sich vorgenommen, dem Altenzentrum Maria-Königin in Drais eine gemütliche Sitzecke einzurichten und sie mit einem Fest für die Bewohner einzuweihen. Hier findet Ihr eine Übersicht aller in Mainz geplanten Projekte.

Andere Mainzer Gruppen haben sich für eine sogenannte „Get-it“ Variante entschieden und bekommen erst zum Start der Aktion eine Challenge zugewiesen. „Dazu haben wir Kindergärten, Schulen, Ortsvorsteher und Menschen aus den Stadtteilen gefragt, ob es Ideen und Vorschläge für ein Projekt gibt“, erzählt Eggers. Je nach Stärken und Schwächen der jeweiligen Gruppe würde daraus ein möglichst gut umsetzbares Projekt ausgewählt. „Wir stellen fest, dass junge Menschen selbst aktiv und kreativ die Zukunft in unserer Gesellschaft in die Hand nehmen“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie.

„Anpacken, wo Hilfe gebraucht wird“ – Malu Dreyer

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstützt die 72-Stunden-Aktion. In einer Presseerklärung lobt sie, dass die Jugendlichen „einen wertvollen Beitrag zu einem guten Zusammenleben in unserer Gesellschaft“ leisten. „Sie erhalten Einblicke in praktische Arbeitsabläufe und können mit Spaß und Engagement da anpacken, wo Hilfe gebraucht wird, aber die Mittel oder die Hilfsbereitschaft bislang fehlen“, so Dreyer.

Über Facebook und Instagram geben die Gruppen während der Aktion Updates zu den verschiedenen Projekten. Weitere Informationen zur 72-Stunden-Aktion des BDKJ findet Ihr unter 72stunden.de. (rk)

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