Der Fastnachtsbrunnen feiert Jubiläum: 5 Fakten über den Mainzer Narrenturm

Heute vor 55 Jahren wurde der Mainzer Fastnachtsbrunnen eingeweiht. Doch wer hat ihn bezahlt? Was haben die vielen Bronzefiguren des Brunnens zu bedeuten? Und wie lange hat der Bau des Brunnens gedauert? Wir verraten es euch.

Der Fastnachtsbrunnen feiert Jubiläum: 5 Fakten über den Mainzer Narrenturm

Der Mainzer Fastnachtsbrunnen feiert 2022 ein besonderes Jubiläum: Am 14. Januar 1967 wurde das Kunstwerk auf dem Schillerplatz enthüllt. Damit wird der Brunnen heute fünf Mal elf Jahre alt und feiert somit ein närrisches Jubiläum. Zur Feier des Tages verraten wir euch fünf Fakten über den Mainzer Fastnachtsbrunnen.

1. So kam es zum Brunnenbau

Der Münchner Künstler Blasius Spreng und Helmut Gräf, Architekt aus Mainz, sind die Väter des Fastnachtsbrunnens. Nachdem die Stadt Mainz 1963 bei Mainzer Firmen fragte, ob diese ein Fastnachtsdenkmal für die noch immer vom Zweiten Weltkrieg gezeichnete Stadt stiften würden, sagte Ludwig Eckes zu. Er war zu dieser Zeit Chef des Nieder-Olmer Konzerns „Eckes-Granini“. Wie Eckes gegenüber dem SWR 1967 verriet, stiftete er die 800.000 Euro für den Brunnenbau „aus Liebe zu Mainz“.

2. So lange dauerte der Brunnenbau

Rund drei Jahre vergingen von der Spendenanfrage der Mainzer Stadtpolitik im Spätherbst 1963 bis zur Einweihung des Brunnen am 14. Januar 1967. Nachdem die Finanzierung des Kunstwerkes durch Ludwig Eckes gesichert war, wählte eine Jury unter mehr als 230 Vorschlägen den von Blasius Spreng und Helmut Gräf aus.

3. Bedeutung des Brunnens

Der beinahe neun Meter hohe Turm auf einem Brunnenbecken aus Sandstein besteht aus vielen Bronze-Elementen. Darunter sind mehr als 200 Einzelfiguren mit inhaltlichem oder symbolischem Mainz-Bezug, wie Vater Rhein, Till Eulenspiegel oder Stadtgöttin Mogontia. Sprengs Fastnachtsbrunnen besteht aus drei Stufen: Dabei steht die unterste Stufe für das Alltägliche, die Mittelstufe soll die Welt der Fastnacht zeigen und die oberste Stufe beschäftigt sich mit dem menschlichen Streben nach Selbstverwirklichung. Hat das Wasser die oberste Stufe des Brunnens erreicht, plätschert es zurück in die unterste, alltägliche Stufe.

4. Große Eröffnungsfeier

Als der Brunnen endlich fertiggestellt war, wurde er am 14. Januar 1967 der Mainzer Bevölkerung präsentiert. Laut Angaben der Stadt Mainz versammelten sich gleich mehrere tausend Mainzer, um das neueste Wahrzeichen der Stadt aus der Nähe betrachten zu können. Dazu spielten Fastnachtsgarden närrische Lieder. Auch Finanzier Ludwig Eckes war Teil des Festes und übergab den Narrenturm an die Mainzer. In einer Ansprache erklärte er an diesem Tag: „Wir haben diesen Wunsch gerne erfüllt, und wir haben es aus freudigem Herzen getan, um auch unsererseits einen Beitrag zu leisten zur Verschönerung der durch den Krieg so schwer angeschlagenen und zerschundenen Stadt.“

5. Fastnachtsbrunnen 2.0

Im Jahr 2010 wurde der Fastnachtsbrunnen rund drei Monate lang erneuert - für rund 250.000 Euro. Mehr als 40 Jahre nach der Errichtung hatte Rost dem Kunstwerk ziemlich zugesetzt, zudem war die Wassertechnik im Brunnen in die Jahre gekommen. Inzwischen sorgen Lichter im Wasserbecken des Narrenturms dafür, dass der Brunnen von unten aus in verschiedenen Farben angestrahlt werden kann.

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