Riesen-Diskussionen nach Mainz-Triumph

„Phantom-Tor“, Elfmeter-Wahnsinn und ein besonders Geschenk von Moussa Niakhaté: Beim Sieg der Mainzer gegen Arminia Bielefeld war einiges los.

Riesen-Diskussionen nach Mainz-Triumph

Was für ein Spiel von Mainz 05! Am Samstag besiegten die Mainzer Arminia Bielefeld mit 4:0 und zeigten dabei eines der besten Saisonspiele. Mit einem Nachholspiel in der Hinterhand können die Fans jetzt wieder von der Europapokal träumen. Doch nicht nur das starke Spiel der Mainzer sorgte nach Abpfiff für Diskussionen.

Vor allem war es eine Szene in der 15. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führte Mainz bereits mit 1:0 (Burkardt, 1. Minute), dann köpfte Niakhaté das 2:0. Dachte zumindest Schiedsrichter Felix Zwayer. Denn dessen Torlinientechnik-Uhr am Handgelenk vibrierte – ein Zeichen dafür, dass der Ball hinter der Linie war. Im TV war allerdings ganz klar zu sehen, dass Bielefeld-Keeper Ortega den Ball vor der Linie festhielt. Es war der erste Bundesliga-Fehlalarm seit Einführung der Torlinientechnik!

Nach Sichtung der TV-Bilder nahm Zwayer den Treffer zurück. „Es gab ein Signal mit Verzögerung. Das hat mich und meinen Assistenten verwundert, weil wir die Szene anders eingeschätzt haben. Das System ist vor dem Anpfiff und dann auch noch mal in der Halbzeit überprüft worden. Da hat alles funktioniert“, so der Schiedsrichter nach dem Spiel. Was in Mainz zur Panne führte, ist laut „Bild“-Zeitung noch nicht bekannt. An den Tor-Kameras habe es nicht gelegen, nur Zwayers Uhr habe Tor angezeigt. Warum, werde nun überprüft.

Schnellstes Tor und Elfmeter-Rekord

Auch sonst bot das Spiel viel Spektakuläres: Mit dem 1:0 nach 27 Sekunden erzielte Burkardt das schnellste Saisontor (zusammen mit Fürths Hrgota am 22. Spieltag beim 2:1 gegen Hertha). In der zweiten Hälfte erzielten die Mainzer die restlichen drei Tore per Elfmeter – durch drei verschiedene Schützen (Niakhaté 65., Burkardt 75. und Ingvartsen 79.). Das gab es in der Bundesliga-Geschichte nur einmal: 1972/73 bei Hannover gegen Duisburg. Mit 36 erzielten Bundesliga-Elfmetern in Folge bauten die Mainzer zudem ihren irren Elfmeter-Rekord aus (wir berichteten).

Direkt nach dem Spiel ging es mit einer kuriosen Szenen weiter: Ein Junge lief aufs Spielfeld, um sich ein Trikot zu ergattern. Er wurde gerade von einem Ordner weggeführt, da ging Mainz-Kapitän Moussa Niakhaté zu dem Jungen, zog sein Trikot aus und gab e des dem jungen Fan. Die Mainz-Anhänger feierten Niakhaté dafür mit „Moussa“-Sprechchören. Auch viele Twitter-User waren begeistert. „Heidel und Schmidt sollen einfach alles zahlen, was Moussa fordert! Sollen ihm sagen, dass er hier zur Legende wird“, schreibt ein User stellvertretend für viele Fans.

Unschöne Szenen im Shuttle-Bus

Besonders unschöne Szenen soll es hingegen in einem Shuttle-Bus auf dem Weg zum Hauptbahnhof gegeben haben (wir berichteten). Demnach sollen Arminia-Fans Mainz-Anhänger angepöbelt, einen Fan bestohlen und den Hitler-Gruß gezeigt haben. Der Fall wurde mittlerweile angezeigt.

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