Was die neuen Corona-Warnstufen für den Schul-Unterricht bedeuten

In Rheinland-Pfalz gilt ab Sontag eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung. Diese sieht ein neues Warnstufen-System vor. Was das nun für den Schul-Unterricht bedeutet, erläuterte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Dienstag.

Was die neuen Corona-Warnstufen für den Schul-Unterricht bedeuten

Nun ist es also amtlich: In Rheinland-Pfalz wird ein 2G-Modell eingeführt. Es ist Teil der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung, die der rheinland-pfälzische Ministerrat nun beschlossen hat. Sie wird am Sonntagmorgen in Kraft treten. Zudem wird es neue Corona-Warnstufen geben (wir berichteten). Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) erläuterte nun die Auswirkungen der jeweiligen Warnstufen auf den schulischen Alltag.

Was jetzt Sache ist

Die neuen Warnstufen setzen sich künftig zusammen aus der Sieben-Tage-Inzidenz, dem Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Wert und dem Anteil der mit COVID-19-Erkrankten belegten Intensivbetten. Sie reichen von Stufe 1 bis Stufe 3, die jeweils dann ausgerufen werden, wenn mindestens zwei der drei Leitindikatoren erreicht werden. In Bildungseinrichtungen gelten strengere Regeln als in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft. „Jede Woche werden aktuell rund 520.000 Schüler zwei Mal getestet. Deshalb sind die Schulen auch in den drei Warnstufen umfasst. Das gibt – gemeinsam mit den einheitlichen Quarantäneregelungen – Sicherheit und Klarheit vor Ort“, sagt Hubig.

In allen Schulen gilt in Warnstufe 1 grundsätzlich die Maskenpflicht im Schulgebäude, nicht jedoch am Platz und im Freien. Erreicht ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt Warnstufe 2 besteht die Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen auch am Platz. In Warnstufe 3 gilt die Maskenpflicht an allen Schulen am Platz, allerdings nicht im Freien. Ausgenommen hiervon sind in den Förderschulen Schüler, die aufgrund ihrer Behinderung keine Maske tragen können. Weitere Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es beim Sport- sowie beim Musikunterricht, beim Essen und Trinken sowie bei Prüfungen und Kursarbeiten.

Tritt eine Infektion mit dem Coronavirus in Schulen auf, besteht für die Schüler innerhalb der Klasse, Lern- oder Betreuungsgruppe, in der die Infektion aufgetreten ist, sowie deren Lehrkräfte nur bei einer eigenen Infektion eine Absonderungspflicht. Alle anderen Teilnehmer der Klassen- oder Lerngruppe müssen sich im Regelfall nicht absondern. Sie müssen sich stattdessen für den Zeitraum von fünf aufeinanderfolgenden Schultagen täglich mittels Selbsttest testen sowie eine Maske am Platz tragen. Die Testpflicht gilt dabei nicht für geimpfte und genesene Personen.

Das Gesundheitsamt kann bei besonderen Ausbrüchen auch strengere Maßnahmen anlegen. Dann sollen sich zunächst nur die unmittelbaren Sitznachbarn in Quarantäne begeben, alle anderen können nach einem negativen PCR-Test auch wieder in die Schule gehen. Es bleibt bei der darauffolgenden Test- und Maskenpflicht. „Es ist gut, dass – analog zu den Kindertagesstätten – ein Verfahren gewählt wurde, dass den Infektionsschutz und das Recht auf Bildung bestmöglich vereinbart“, so Bildungsministerin Hubig.

Logo