Corona-Pandemie: Was sich ab Montag alles ändert

In Rheinland-Pfalz gelten ab Montag neue Corona-Regeln.

Corona-Pandemie: Was sich ab Montag alles ändert

Der geplante vierte Öffnungsschritt wird verschoben, dafür darf die Außengastronomie unter strengen Auflagen wieder öffnen. Ab diesem Montag (22. März) wird sich in Rheinland-Pfalz wieder einiges ändern. Wir stellen euch die wichtigsten Maßnahmen der Achtzehnten Corona-Bekämpfungsverordnung vor:

Außengastronomie

Ab Montag dürfen in Rheinland-Pfalz die Biergärten und Restaurantterrassen wieder öffnen. Das gilt für alle kreisfreien Städte und Landkreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. Dazu zählen derzeit auch Mainz (61,8) und Mainz-Bingen (44,5). Allerdings gelten strenge Auflagen: So muss Abstand zwischen den Tischen eingehalten und Maske bis zum Tisch getragen werden. Für Gastwirte besteht weiterhin die Pflicht zur Kontakterfassung, zudem gibt es eine Vorausbuchungspflicht. Auch in der Gastronomie gilt die Kontaktbeschränkung – zwei Haushalte mit maximal fünf Personen (Kinder bis 14 Jahre ausgeschlossen). Außerdem: Alle Gäste müssen einen aktuellen Test vorlegen. Welche Tests zulässig sind, erfahrt ihr hier.

Einzelhandel

Weil in Mainz die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt wieder über 50 angestiegen war, ist im Einzelhandel nur noch Terminshopping möglich. Es ist jetzt jedoch möglich, zum Beispiel über einen QR-Code direkt am Eingang einen Termin zu vereinbaren, wenn das Geschäft noch freie Kapazitäten hat. Dabei darf es aber nicht zu Ansammlungen und Warteschlangen vor dem Geschäft kommen. Zudem müssen die Betreiber sicherstellen, dass das Geschäft nicht eigenmächtig betreten wird. Kontaktdaten müssen weiterhin erfasst werden.

In Mainz-Bingen liegt die Inzidenz stabil bei unter 50. Hier ist der Einzelhandel weiterhin offen – allerdings mit Personenbegrenzung.

Notbremse

Weiterhin gilt die Notbremse, wenn die Inzidenz wieder über 100 steigt. Dann gelten wieder die Regeln des Shutdowns vor dem 8. März. Dies bedeute zum Beispiel, dass im Einzelhandel außerhalb des täglichen Bedarfs nur eingeschränktes Terminshopping möglich ist und dass körpernahe Dienstleistungen nicht mehr erlaubt sind. Ausnahmen gelten nur für hygienisch oder medizinisch notwendige Dienstleistungen und für Friseurbesuche. Zudem wird bei einer Inzidenz von über 100 die Kontaktbeschränkung wieder auf einen Haushalt plus eine weitere Person verschärft. Zudem gilt dann eine Ausgangsbeschränkung in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr.

Impfen

Ab Montag können in Rheinland-Pfalz auch Hausärzte bettlägerige Patienten impfen. Für eine flächendeckende Impfung durch Hausärzte ist allerdings noch zu wenig Impfstoff da. Die Termine in den Impfzentren werden weiterhin nach der geltenden Priorisierung vergeben. Ab Mai soll deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen.

Vierter Öffnungsschritt verschoben

Für den 22. März war eigentlich der von Bund und Ländern vereinbarte vierte Öffnungsschritt vorgesehen, der erfolgen könnte, „wenn sich die 7-Tage-Inzidenz nach dem dritten Öffnungsschritt in dem Land oder der Region 14 Tage lang nicht verschlechtert hat“. Die Inzidenz in Rheinland-Pfalz steigt aber weiter an – auch wenn ein Zusammenhang mit dem dritten Öffnungsschritt unklar ist. Bei einer Inzidenz von 100 unter wäre es möglich gewesen, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos für Besucher zu öffnen, die einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest vorlegen können. Auch kontaktfreier Sport innen und Kontaktsport außen wären mit Test erlaubt gewesen.

Doch dieser Öffnungsschritt fällt vorerst aus. „Auch wenn die Inzidenz in Rheinland-Pfalz deutlich niedriger ist als im Bundesdurchschnitt, blicken wir zunehmend sorgenvoll auf diese Entwicklung. Deshalb können wir den vierten Öffnungsschritt nicht landesweit vornehmen“, so Ministerpräsidentin Dreyer.

Ausblick: Kommunale Modellregionen

In der kommenden Woche will die Landesregierung mit den Kommunen beraten, wie man in Modell-Kommunen und –Landkreisen „durch schlüssige Test- und Nachverfolgungskonzepte einzelne behutsame Öffnungen ermöglichen“ kann. Dort könnten in „engen Grenzen Ausnahmen möglich werden“ – vorausgesetzt, der Inzidenzwert liegt dort unter 100. Kommunen können dazu Konzepte erarbeiten. „Das Testsystem gibt uns darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Testergebnisse für weitere Untersuchungen zu nutzen, um datenbasiert besser und schneller herauszufinden, wo Ansteckungen stattfinden. So können wir die Konzepte immer weiter absichern“, sagte Malu Dreyer.

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