Das ändert sich im neuen Jahr

Neues Jahr, neue Gesetze: In unserer Übersicht verraten wir euch, was sich 2022 ändern wird.

Das ändert sich im neuen Jahr

Veränderungen im MM-Fahrplan, Elektroschrott beim Supermarkt abgeben und mehr Verbraucherschutz: 2022 werden sich einige Dinge ändern. Wir verraten euch, mit welchen Änderungen ihr 2022 rechnen müsst.

Verkehr

Bereits seit Mitte Dezember kommt es im Fahrplan der Mainzer Mobilität (MM) auf der Linie 33 zu Änderungen. Ab dem 1. Januar 2022 folgen dann Änderungen auf den Linien 58, 66, 68 und 74. So wird etwa der provisorische Halt an der Isaac-Fulda-Allee aufgelöst, wodurch sich die Fahrzeit verkürzen wird. Unterhalb der Brücke der Saarstraße über die Koblenzer Straße wird zudem der neue Haltebereich G eingerichtet, wodurch sich das Umsteigen vereinfachen soll.

Ab dem 1. April soll laut der MM das Angebot ins rheinhessische Umland ausgeweitet werden, etwa nach Ingelheim und Bodenheim.

Die Deutsche Bahn (DB) stellt ab dem 1. Januar in ihren Zügen den Verkauf von gedruckten Tickets ein. Reisende können jedoch nach dem Zusteigen in einen Zug der DB innerhalb von zehn Minuten ein digitales Ticket über ihr Handy oder ihren Laptop kaufen.

Wer zwischen 1953 und und 1958 geboren worden ist und noch einen rosafarbenen oder grauen Führerschein besitzt, muss diesen bis zum 19. Januar 2022 umtauschen. Ab dann müssen die Betroffenen einen fälschungssicheren Führerschein in Scheckkarten-Form mit sich führen.

Impfpflicht

Ab Mitte März müssen sich Mitarbeiter in Einrichtungen mit besonders Corona-gefährdeten Menschen gegen das Virus impfen lassen. Betroffen sind Mitarbeiter in Altenheimen, Krankenhäusern, Arztpraxen oder Behinderteneinrichtungen. Eine allgemeine Impfpflicht für alle Deutschen könnte zudem im kommenden Jahr beschlossen werden.

Finanzen

In ganz Deutschland wird 2022 der gesetzliche Mindestlohn erhöht. Zum 1. Januar steigt der Lohn um 22 Cent auf 9,82 Euro, ab Mitte des Jahres beträgt der Mindestlohn dann 10,45 Euro.

Wer in Rheinland-Pfalz ab dem 1. Januar 2022 seine Ausbildung beginnt, erhält ebenfalls eine höhere Mindestvergütung. Ab dann müssen Auszubildende mindestens 585 Euro im Monat erhalten. 2023 soll der Mindestlohn für Azubis sogar auf 620 Euro ansteigen.

Der Regelsatz für Hartz-IV-Bezieher steigt. Alleinstehende Erwachsene erhalten im neuen Jahr 449 statt bisher 446 Euro. Auch Kinder (plus 2 Euro) und Jugendliche (plus 3 Euro) bekommen mehr Geld.

Noch bis Ende März 2022 dürfen Corona-Bonuszahlungen steuerfrei ausgezahlt werden. Allerdings darf der Bonus bei maximal 1500 Euro liegen und muss zusätzlich zum regulären Gehalt gezahlt werden, damit die Regelung greift. Wer 2021 noch Anschaffungen für das Homeoffice macht, darf diese im neuen Jahr dann zum Teil bei der Steuererklärung 2021 geltend machen.

Neue Preise bei Briefen, Postkarten und Einschreiben: Ab 2022 erhöht die Post bei diesen Dienstleistungen das Porto. Briefmarken für Standardbriefe kosten ab Januar 85 statt bisher 80 Cent. Postkarten müssen dann mit einer 70-Cent-Briefmarke versehen werden. Sie werden damit 10 Cent teurer als zuvor.

Umweltschutz

Ab dem 1. Januar werden Einwegtüten aus Plastik im Handel verboten – zumindest manche. Betroffen vom Verbot sind nämlich nur Tüten mit einer mittleren Materialdicke. Weiterhin erlaubt bleiben auch im neuen Jahr sogenannte Hemdchentüten, die zum Beispiel beim Kauf von Obst und Gemüse verwendet werden. Auch dicke Plastiktüten mit Henkeln bleiben erlaubt. Laut dem Bundesamt für Umwelt und Naturschutz würden diese erfahrungsgemäß mehrfach verwendet.

Bereits seit Mai steht fest, dass das Kükenschreddern in Deutschland ab 2022 ein Ende hat. In der Zucht von Legehennen wurden bisher männliche Küken massenhaft geschreddert und damit getötet. Künftig soll das Geschlecht der Küken bereits im Ei-Zustand analysiert werden. Männliche Küken sollen dann nicht mehr gebrütet werden und in der Zucht gar nicht mehr schlüpfen.

Der CO2-Preis steigt ab 2022 auf je 30 Euro pro Tonne. Damit sollen fossile Brenn- und Kraftstoffe unattraktiver und der Umstieg auf klimafreundliche Alternativen gefördert werden. Über die Benzinpreise könnten die gestiegenen Kosten jedoch an Autofahrer von Verbrennerfahrzeugen weitergegeben werden.

In Deutschland sollen Bürger ihren Elektroschrott ab Juli beim Discounter oder beim Supermarkt entsorgen können. Allerdings müssen nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern die alten Elektrogeräte wieder annehmen. Diese Regelung gilt aber auch nur dann, wenn das Geschäft zudem mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbietet.

Die Innovationsprämie für Elektrofahrzeuge wird bis Ende 2022 verlängert. Bis zu 9000 Euro Zuschuss werden also weiterhin beim Kauf eines Elektrofahrzeuges gezahlt.

Verbraucherschutz

Ab dem 1. Juli 2022 sollen Vertragskündigungen für Verbraucher einfacher werden. Fitnessstudios, Anbieter für Handy- oder Stromverträge oder Online-Dienste müssen ab dann einen gut sichtbaren Kündigungsbutton auf ihren Websites anbringen. Zudem sind die Anbieter dann verpflichtet, eine elektronische Eingangsbestätigung der Kündigung an den Verbraucher zu senden.

Zudem haben Kunden bei Vertragsabschlüssen ab dem 1. März 2022 eine Kündigungsfrist von einem Monat.

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