Diese Straftaten machten fassungslos

Tierquälerei, Bedrohung, Körperverletzung: Auch im Jahr 2019 haben sich in Mainz schwere Straftaten ereignet, die fassungslos gemacht haben.

Diese Straftaten machten fassungslos

Es ist ein trauriger Jahresrückblick: Auch 2019 musste sich die Mainzer Polizei mit Straftaten auseinandersetzen, die viele Menschen schockiert haben. Wir erinnern an einige von ihnen.

Tierquälereien

2019 war in Mainz auch ein Jahr der Tierquälerei. Vor allem auf kleinere Tiere hatten es (unbekannte) Täter in diesem Jahr abgesehen. Aktuell erschütterte der Fall eines toten Hamsters viele Menschen (wir berichteten). Laut eines Facebook-Posts des „Kleintierhaus Tierheim Mainz“ warf ein Unbekannter einen kleinen Hamster einfach in den Briefkasten des Tierheims und entfernte sich dann. Trotz aller Bemühungen der Tierfreunde, den Hamster wieder aufzupäppeln, starb das Tier.

Ähnlich brutal gingen unbekannte Täter im März mit Tauben am Mainzer Hauptbahnhof um: Sie zündeten die Tiere bei lebendigem Leib an (wir berichteten). Später wurde noch eine dritte Taube mit Brandverletzungen gefunden, im Mai kam es offenbar zu einer Giftattacke gegen Tauben.

Transsexuelle bedroht

Dieser Drohbrief schockte ganz Oppenheim. In dem Schreiben von November hieß es in Bezug auf eine Transsexuelle: „Früher wärst du vergast worden, aber auch heute kriegen wir dich“ und „Für ein schwuchtelfreies Oppenheim“. Die betroffene Frau selbst hatte ein Foto des Flugzettels in sozialen Medien veröffentlicht (wir berichteten).

Stadtbürgermeister Jertz reagierte „wütend und schockiert“. Er schrieb: „Für Intoleranz und intolerante Menschen ist hier nicht nur kein Platz. Vielmehr werden wir als weltoffene Oppenheimerinnen und Oppenheimer diese menschenverachtende Tat nicht hinnehmen. Oppenheim ist seit jeher ein Hort der Vielfalt, Heimat von vielen Menschen aus der ganzen Welt und unter meinem Mandat ein bunter, sicherer Hafen für alle jene, die ihn brauchen.“

Polizist bei Halloween-Party verprügelt

Gewalt gegen Polizisten ist leider keine Seltenheit, der Angriff in der Halloween-Nacht war dennoch beispiellos. Gegen 2 Uhr war eine Zivilstreife in Hechtsheim im Einsatz gewesen, als es im Foyer der Veranstaltungshalle zu einem Streit zwischen einer zehnköpfigen Gruppe und dem Sicherheitspersonal kam. Der 32-jährige Polizeikommissar und seine Streifenpartnerin versuchten, die Situation zu schlichten und wollten der Gruppe einen Platzverweis erteilen.

Die aggressiven jungen Männer umzingelten die Polizeibeamten und griffen den 32-Jährigen unvermittelt an. Trotz Einsatz von Pfefferspray und der Hilfe seiner Kollegin wurde der Kommissar von mehreren Personen aus der Gruppe massiv zusammengeschlagen. Der Beamte ging zu Boden und wurde weiter getreten. Einer der Täter trat dem Kommissar gezielt gegen den Kopf, worauf dieser das Bewusstsein verlor. Es handelte sich um insgesamt vier männliche Tatverdächtige im Alter von 16 bis 30 Jahren. Der Kommissar erlangte das Bewusstsein wieder und wurde vom Rettungsdienst schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert. Er trug eine schwere Gehirnerschütterung, Platzwunden und Prellungen davon.

Gräber verwüstet

Ebenfalls in der Halloween-Nacht verwüsteten Unbekannte etwa 30 Gräber in Finthen. Sie rissen Grabsteine um, rissen Bepflanzungen heraus und zerstörten Dekorationen. Auch in das Haupthaus des Friedhofes wurde eingebrochen. Die Unbekannten versuchten zudem, in die nahe gelegene Kapelle einzudringen.

Auch Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Katrin Eder, Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr (Grüne) zeigten sich entsetzt und verurteilten die Tat aufs Schärfste. In einer gemeinsamen Pressemitteilung schrieben sie: „Wir sind fassungslos. Dieser Vorfall ist kein Halloween-Scherz, sondern eine Straftat. Die Störung der Totenruhe ist eine abscheuliche Tat, die wir auf das Schärfste verurteilen. In Gedanken sind wir bei den Angehörigen der verwüsteten Gräber.“ (mm)

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