Warum der Fastnachtsbrunnen heute lila leuchtet

Illumination am Schillerplatz

Warum der Fastnachtsbrunnen heute lila leuchtet

Mainz ist eine von vielen Städten weltweit, die am Mittwoch exponierte Gebäude für einen Tag lila erstrahlen lassen. Konkret ist dies der Fastnachtsbrunnen am Schillerplatz. Bereits zum dritten Mal wird der Brunnen angeleuchtet. Das teilt die Stadt Mainz mit.

Grund für die Illumination ist der Welt-Frühgeborenen-Tag. Wie Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagt, soll die Lichtinstallation, die in Kooperation mit der Selbsthilfeorganisation „Frühstart e.V. Mainz“ entsteht, Aufmerksamkeit für die herausfordernde Situation schaffen, in der sich die Betroffenen befinden. Demnach würden deutschlandweit jährlich rund 65.000 Kinder zu früh geboren.

Jedes zehnte Kind komme als Frühgeborenes zur Welt, erklärt Dr. med. Susanne Tippmann, Vorstandsmitglied von Frühstart e.V. Mainz. Damit gehörten diese Kinder zur größten Kinderpatientengruppe Deutschlands. Die Herausforderungen und Risiken, die damit eingehen, seien jedoch vielen nicht bewusst und erhalten wenig Präsenz in der Politik oder den Medien. „Die Herausforderungen für die betroffenen Eltern, Geschwister und Familien sind enorm“, so Tippmann. Insbesondere in den letzten anderthalb Jahren Pandemie hätten sich die Belastungen für die Eltern durch Kontaktbeschränkungen und eingeschränkte Besuchsregelungen noch verschärft.

Aber auch über die Zeit in der Klinik hinaus seien die Familien oft mit vielen Besonderheiten konfrontiert, so Tippmann weiter. „Die wochenlange Sorge, die Eltern von Frühgeborenen durchleiden, kann ihnen schwerlich jemand abnehmen - die Familien zu unterstützen und zu begleiten hingegen schon.“ Der Verein Frühstart e.V. tue genau dies: den Familien Frühgeborener auf ihrem teils monatelangen Weg in der Klinik und auch in der Zeit danach beizustehen und Hilfe anzubieten.

Hintergrund

Der Verein zur Förderung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen Frühstart e.V. wurde 1993 von Eltern, Pflegekräften und Ärzten gegründet. Der gemeinnützige Förderverein hat das Ziel, die Versorgung der Kinder auf der neonatologischen Intensivstation und den zugeordneten Nachsorge-Einrichtungen der Kinderklinik der Universitätsmedizin Mainz zu verbessern. Unter anderem bezuschusst der Verein Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität von Eltern Frühgeborener, Materialien zur Optimierung entwicklungsfördernder Pflege, bestimmte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen von Pflegekräften und Ärzten sowie den Elterntreff der neonatologischen Intensivstation der Universitätsmedizin Mainz.

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