Tourismus-Demo vor Mainzer Landtagsgebäude geplant

Bündnis fordert Soforthilfen

Tourismus-Demo vor Mainzer Landtagsgebäude geplant

Das Aktionsbündnis „Rettet die Touristik“ hat für Mittwoch, den 13. Mai, zu einer Demonstration vor dem rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz aufgerufen. Am selben Tag sollen deutschlandweit ähnliche Demonstrationen abgehalten werden. Im Anschluss an die Demonstration um 11 Uhr ist ein Autokorso geplant.

Wie das Bündnis mitteilt, fordert man finanzielle Soforthilfen für kleine und mittelständische Unternehmen der Tourismus-Branche. Diese Hilfe solle zügig ausgezahlt werden und nicht rückzahlbar sein. Die Finanzhilfe könnte beispielsweise in Form eines Notfallfonds bereitgestellt werden, der speziell für die Tourismuswirtschaft eingerichtet wird.

Die Corona-Pandemie habe die Touristik weltweit und in Deutschland in einem Ausmaß getroffen, wie es bei keiner anderen Branche der Fall sei. Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, viele Länder haben ein Einreiseverbot verhängt. Die Initiatoren der Demo schreiben in einer Mitteilung: „Die Reisebranche steht still. Tausende Unternehmen verzeichnen keinerlei Einkünfte. Dabei hängen allein in Deutschland nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) rund 2,9 Millionen Arbeitsplätze an der Touristikbranche.“

Die Politik habe zwar bereits „einiges getan“, um Unternehmen zu helfen. In der Touristik-Branche habe sich die Hilfe allerdings nur auf wenige prominente Konzerne wie TUI oder Lufthansa bezogen. „Fast völlig unbeachtet von Politik und Medien bleiben dagegen die zehntausend klein- und mittelständischen Unternehmen, ohne die das Reisegeschäft in Deutschland nicht funktionieren würde“, so die Initiatoren. Die rund 11.000 Reisebüros in Deutschland würden zwischen 80.000 und 100.000 Arbeitsplätze sichern.

Hintergrund

Das Aktionsbündnis „Rettet die Touristik“ ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss tausender Mitarbeiter der bundesweiten Touristik-Branche. Dazu zählten Mitarbeiter von Reisebüros, mittelständischen Reiseveranstaltern, Busunternehmen sowie Mitarbeiter von IT-Firmen und weiteren kleinen und mittelständischen Unternehmen, die zur Touristik-Branche gehören. (rk)

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