Die geplante Fusion der Fußballvereine FC Cosmos Koblenz, VfL Neuwied und Vatanspor Neuwied wird nicht wie geplant zur Saison 2026/2027 stattfinden. Das haben die drei Vereine in einer gemeinsamen Stellungnahme mitgeteilt.
Die Gespräche und Planungen seien zwar weit fortgeschritten, doch die Umsetzung verzögere sich. Als Grund nennen die Vereine rechtliche und formale Hürden. „Die juristischen Dinge, die es für die Fusion braucht, benötigen Zeit. Die Mitgliederversammlungen der drei Vereine müssen zuerst Beschlüsse fassen, die notariell beurkundet werden müssen“, erklärt Remo Rashica, der Macher des FC Cosmos Koblenz gegenüber Merkurist Koblenz. Rashica rechnet aber fest damit, dass die Fusion dann zur Saison 2027/2028 vollzogen werden kann.
Enge Zusammenarbeit ab sofort
Unabhängig von der Verzögerung wollen die drei Klubs aber bereits ab sofort eng und verbindlich zusammenarbeiten. Die Partnerschaft basiere auf Gleichberechtigung und einem gemeinsamen sportlichen Verständnis. In der Praxis solle die Kooperation bereits wie eine vereinsübergreifende Einheit gelebt werden, heißt es.
Rashica zeigt sich mit der aktuellen sportlichen Lage zufrieden: „Die SG Neuwied (Anm. d. Red.: Spielgemeinschaft des VfL und Vatanspor) hat den Aufstieg in die A-Klasse schon sicher. Unsere Cosmos-Mannschaft wird den Klassenverbleib in der Oberliga schaffen. Daran hatte ich zu keiner Zeit Zweifel. Das passt alles so für uns.“
Profifußball in Neuwied als Ziel
Langfristiges Ziel bleibe die Fusion, um die sportlichen, organisatorischen und strukturellen Ressourcen zu bündeln und den Fußballstandort Neuwied zukunftsfähig aufzustellen. Für Rashica, der in Neuwied aufgewachsen ist, wird der Wechsel von Koblenz in seine Heimatstadt Neuwied ein Gewinn für alle Seiten. „In Neuwied gibt es für den FC Cosmos die noch besseren Perspektiven“, betont er.
Gemeinsam mit seinen Partnern Klaus Dillenberger vom VfL Neuwied und Mustafa Altunkaya von Vatanspor Neuwied verfolge er große Ziele. „Wir wollen Neuwieder Jugendspielern Perspektiven in der Rheinlandliga und der Regionalliga schaffen und die erste Mannschaft in einigen Jahren in den Profifußball führen“, sagt Rashica. Mit der Mitteilung wollen die Vereine nach eigenen Angaben möglichen Missverständnissen und Gerüchten entgegenwirken.
Nächste Saison im Stadion Oberwerth
In der Spielzeit 2026/2027 hat der FC Cosmos Koblenz damit seine sportliche Heimat weiterhin noch in Koblenz. Dort trainieren die Cosmonauten auf der neu gestalteten Bezirkssportanlage „Schmitzers Wiese“. Die Heimspiele des FC Cosmos werden in Abstimmung mit der Stadt und den beiden anderen Koblenzer Oberligisten TuS Koblenz und FC Rot-Weiss Koblenz unter anderem auch im Stadion Oberwerth ausgetragen.
Als fünftes Rad am Wagen sieht Rashica den FC Cosmos in der Stadt an Rhein und Mosel überhaupt nicht. Er muss ein wenig schmunzeln über die Formulierung, sein Verein spiele in Koblenz nur die dritte Geige, die er kürzlich in einer Zeitung zu lesen bekam. „Nein, nein, das ist nicht so. Wir spielen unter den drei Koblenzer Vereinen weder die dritte, noch die zweite, noch die erste Geige.“ Das Verhältnis und der Austausch mit den beiden Stadtrivalen sei ebenso sehr gut wie das mit der Stadt.