Wo in Koblenz bald die neuen Fußball-Talente gefördert werden

Der FC Rot-Weiss Koblenz investiert in die Zukunft und baut im Sportpark Oberwerth einen neuen Campus. Das Land und die Stadt fördern das Projekt mit einem sechsstelligen Betrag. Schon bald sollen die ersten Bälle auf neuen Spielfeldern rollen.

Wo in Koblenz bald die neuen Fußball-Talente gefördert werden

Der FC Rot-Weiss Koblenz schafft neue Trainings- und Spielmöglichkeiten für seine Fußballer und errichtet im Sportpark Oberwerth eine fast komplett neue Sportanlage (Merkurist berichtete). Seit dem feierlichen Spatenstich am 26. April 2024 laufen die Bauarbeiten für den „Campus Rot-Weiss“.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neu gestalteten Anlage rückt näher. Wer in diesen Tagen über die Koblenzer Südbrücke fährt, kann unterhalb am Oberwerth bereits die hellgrün in der Sonne schimmernde Spielflächen des beiden neuen Kunstrasenplätze (Klein- und Großspielfeld) sehen.

Vorstand ist komplett ehrenamtlich tätig

Merkurist hat mit dem 1. Vorsitzenden des 540 Mitglieder zählenden Vereins gesprochen. Thomas Beer berichtet vom Stand der Arbeiten, von Tausenden ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden und äußert sich noch vorsichtig, wenn es um den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage geht.

„Natürlich wären wie gerne ein halbes oder dreiviertel Jahr früher fertig gewesen. Aber es gibt bei solchen Projekten einfach Unwägbarkeiten, die zu Verzögerungen führen. Unser Vorstand ist komplett ehrenamtlich tätig. Viele der Arbeiten, sei es planerisch oder ausführend, werden von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern unseres Vereins geleistet.“

Arbeitseinsatz an Ballfangzäunen

Konkret wird das auch am ersten Samstag im August wieder der Fall sein. „Wir werden an diesem Samstag die Ballfangzäune einhängen. Die unterste von drei Reihen ist schon fertig, Stufe zwei und drei haben wir uns mit circa acht bis zehn Vereinsmitgliedern für diesen Samstag vorgenommen. “ Beispielhaft nennt Beer auch das Verlegen von etwa 5.000 Quadratmetern Pflastersteinen auf den Wegen zu den und rund um die Spielfelder. „Insgesamt ist das Projekt mit Tausenden ehrenamtlich geleistete Stunden umgesetzt worden.“

Und wann rollen die ersten Bälle auf den Plätzen im Rot-Weiss-Campus? Beer: „Auf den beiden Kunstrasenplätzen, dem Groß- und dem Kleinspielfeld, ist es das Ziel, mit dem Beginn der neuen Saison, also nach den Sommerferien dort trainieren zu können. Beim Naturrasenplatz dauert es noch etwas. Ich hoffe, dass wir im Spätsommer/Herbst den Rasen einsäen können. Dann könnte es im Frühjahr nach der Winterpause auch dort losgehen.“

Land und Stadt fördern Projekt

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt bewegen sich im niedrigen siebenstelligen Bereich. Einen erheblichen Teil davon deckt eine Förderung des Landes Rheinland-Pfalz. Das Innenministerium unterstützt den Bau der neuen Plätze mit einem mittleren sechsstelligen Betrag aus Mitteln der Sportstättenförderung. Auch von der Stadt Koblenz fließen Fördermittel.

Den verbleibenden und damit größten Teil der Kosten stemmt der FC Rot-Weiss Koblenz als Bauherr selbst. Finanziert wird der Eigenanteil durch Eigenkapital, Kredite und Spenden. Zudem haben sich die Mitglieder mit erheblichem ehrenamtlichem Engagement in das Projekt eingebracht. „Allen Ehrenamtlichen, die sich für das Gelingen des Projekts engagiert haben, gebührt ein großes Dankeschön“, hebt Thomas Beer hervor.

Fokus liegt auf Nachwuchsförderung

Mit dem Geld entstehen im Sportpark Oberwerth ein neues Kunstrasengroßspielfeld, ein Naturrasengroßspielfeld sowie ein Kunstrasenkleinspielfeld. Die Anlage ist in erster Linie als modernes Nachwuchs-Leistungszentrum für die 13 Jugendmannschaften des Vereins konzipiert, von den Bambini bis zu den A-Junioren. Im Nachwuchsbereich kooperiert Rot-Weiss auch mit dem Bundesligisten FSV Mainz 05. Neben den Jugendteams hat der FC Rot-Weiss eine Frauenmannschaft (Bezirksliga) und drei Männermannschaften (Oberliga, Bezirksliga Mitte und Kreisliga B) für den Spielbetrieb in der Saison 2026/2027 gemeldet. Auch ein Altherren-Team läuft für Rot-Weiss Koblenz auf.