Zoll-Bilanz in Koblenz: Über 1 Mio. Euro Strafen, 40 Jahre Haft

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat ihre Bilanz für 2025 vorgelegt. In der Region Mainz, Koblenz und Trier wurden über 10.000 Personen kontrolliert, was zu Strafen in Millionenhöhe führte.

Zoll-Bilanz in Koblenz: Über 1 Mio. Euro Strafen, 40 Jahre Haft

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Koblenz hat am Mittwoch ihre Jahresbilanz für 2025 vorgestellt. An den Standorten in Koblenz, Mainz und Trier setzten die Zöllner ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug.

Im vergangenen Jahr führte die FKS insgesamt 851 Arbeitgeberprüfungen durch. Dabei überprüften die Beamten die Beschäftigungsverhältnisse von 10.656 Personen. Die Kontrollen erfolgten sowohl spontan und ohne konkreten Verdacht als auch gezielt in Branchen mit hohem Risiko für Schwarzarbeit. Oft schlossen sich an die Befragungen vor Ort umfangreiche Ermittlungen an.

Strafen in Millionenhöhe und jahrelange Haft

Die Kontrollen führten zur Einleitung von fast 3.000 Strafverfahren und rund 2.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die Ergebnisse der Ermittlungsarbeit spiegeln sich in den verhängten Sanktionen wider: Gerichte sprachen Geldstrafen von insgesamt rund 1,18 Millionen Euro aus.

Zusätzlich wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 481 Monaten verhängt, was umgerechnet rund 40 Jahren entspricht. Weitere Bußgelder und Einziehungsbeträge summierten sich auf über 569.000 Euro.

Schutz für ehrliche Unternehmen

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einhaltung des Mindestlohns. Hier leitete die FKS 59 Verfahren wegen Verstößen ein.

Mit diesem konsequenten Vorgehen leistet die Finanzkontrolle nach eigenen Angaben einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Sozialsysteme. Gleichzeitig stärke man den fairen Wettbewerb und die ehrlichen Unternehmen in der Region.