Es ist ein Datum, das bei vielen Fans der TuS Koblenz besondere Emotionen auslöst: Heute vor genau 20 Jahren, am 13. Mai 2006, machte der Verein den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Ein historischer Tag, der als das „Wunder vom Oberwerth“ in die Geschichte einging.
Dabei war das entscheidende Spiel gegen die SpVgg Bayreuth eine echte Zitterpartie. Zwar brachte Salif Keita die TuS in der 20. Minute auf dem heimischen Oberwerth in Führung, doch die Gäste aus Bayreuth kämpften sich zurück und drehten das Spiel. Als die Nervosität im Stadion spürbar zunahm, fiel neun Minuten vor Schluss der erlösende Ausgleich zum 2:2. Ob der Treffer von Kolinger erzielt wurde oder es sich um ein Eigentor handelte, war in diesem Moment egal.
Mit dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Das Stadion explodierte, Fans stürmten auf das Spielfeld, und die Spieler lagen sich in den Armen. Mittendrin war auch ein gewisser 18-jähriger Michael Stahl, der zusammen mit Teamkollegen wie Peter Auer und Anel Džaka den unglaublichen Erfolg feierte. Trainer Milan Šašić entkam den traditionellen Bierduschen nicht.
Ein Tag für die Geschichtsbücher
Auch wenn die Realität der TuS Koblenz heute, zwanzig Jahre später, eine andere ist und der Verein in der Oberliga spielt, hat dieser Tag für viele Fans nichts von seiner Magie verloren. Er war mehr als nur ein Fußballspiel. Es war ein Stück Koblenzer Fußballgeschichte für die Ewigkeit. Eine besondere Note erhält das Jubiläum dadurch, dass der damalige Aufstiegsheld Michael Stahl heute als Cheftrainer an der Seitenlinie der TuS Koblenz steht.