Die Stadt Koblenz erstellt in diesem Jahr einen neuen qualifizierten Mietspiegel. Wie die Verwaltung mitteilt, soll dieser eine verlässliche Orientierungshilfe über die durchschnittlichen Mietpreise für Mieter und Vermieter bieten.
Die Neuerstellung ist gesetzlich vorgeschrieben, damit der Mietspiegel sein Prädikat „qualifiziert“ behält. Nur so kann er den aktuellen Koblenzer Wohnungsmarkt verlässlich abbilden. Die dafür nötigen Daten sammelt die Stadt durch eine große Umfrage bei Mietern und Vermietern.
Die Befragung startet Ende Mai 2026 und erfolgt hauptsächlich online. In einem ersten Schritt schreibt die Stadt zufällig ausgewählte Mieter an. Diese geben an, ob ihre Wohnung für den Mietspiegel relevant ist, und übermitteln die Kontaktdaten ihrer Vermieter. Anschließend werden die Vermieter kontaktiert und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen.
Bei Weigerung droht ein Bußgeld
Für die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht. Wie die Stadt Koblenz erklärt, kann die Verwaltung bei einer Weigerung ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten und ein Bußgeld verhängen. Gefragt wird unter anderem nach der Wohnungsgröße, dem Baujahr, der Lage, der Ausstattung und dem Mietpreis.
Ein Arbeitskreis, in dem auch der Mieterbund Mittelrhein sowie Haus- und Grundeigentümervereine vertreten sind, begleitet die Erstellung. Die Stadt bittet die ausgewählten Personen um Unterstützung und eine schnelle Rücksendung der Fragebögen.
Daten werden anonymisiert ausgewertet
Die Fachstelle für Kommunalstatistik der Stadt betont, dass alle Angaben streng vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet werden. Die Daten würden nach den Richtlinien des Landes- und Bundesdatenschutzgesetzes in einer von anderen Verwaltungseinheiten abgeschotteten Statistikstelle gespeichert.
Der neue qualifizierte Mietspiegel für Koblenz soll voraussichtlich im Januar 2027 veröffentlicht werden.
Mehr Informationen gibt es auf der Seite der Stadt.