Die Zahl der Sozialwohnungen in Koblenz ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Darauf weist der Koblenzer Landtagsabgeordnete Carl-Bernhard von Heusinger (Grüne) hin und bezieht sich auf neue Zahlen der Landesregierung.
Laut der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion sank der Bestand an gebundenen Mietwohnungen in Koblenz von 2.476 Ende 2020 auf 1.628 Ende 2024. Das ist ein Rückgang um 848 Wohnungen. Hauptgrund für den landesweiten Abwärtstrend ist laut Ministerium, dass die Mietpreisbindungen für in den 70er- und 80er-Jahren geförderte Wohnungen auslaufen.
Koblenz steuert mit Quote und Konzept gegen
Um dem Trend entgegenzuwirken, habe der Stadtrat eine Quote von 30 Prozent für den sozialen Wohnungsbau eingeführt. Zudem sei auf Initiative der Grünen das Wohnraumversorgungskonzept durch Baudezernent Dr. Andreas Lukas aktualisiert worden, um zielgerichtet bezahlbaren Wohnraum in Koblenz zu schaffen.
Die Landesregierung habe ihre Mittel für den sozialen Wohnungsbau zwar verdoppelt, was ein wichtiger Schritt sei. „Diese Mittel müssen in den kommenden Jahren aber dringend weiter erhöht werden“, fordert der Grünen-Politiker.
Fokus auf Umbau und neue Förderungen
Ein großes Potenzial liege auch im Bestand. „Sozialwohnungen, die durch Umwandlung, Umbau und Erweiterung entstehen, sollten deshalb mindestens gleichberechtigt zum Neubau gefördert werden“, erklärte von Heusinger weiter.
Laut den Daten des Landes wurden in Koblenz in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 58 neue Mietwohnungen durch Programme des sozialen Wohnungsbaus gefördert. In den kommenden fünf Jahren, von 2025 bis 2029, läuft für 959 Wohnungen in der Stadt die Mietpreisbindung aus.