Teures Studium: Miete für WG-Zimmer in Koblenz steigt erneut an

Die Mieten für Studierende in Koblenz steigen weiter. Der Mittelwert für ein WG-Zimmer liegt bei 440 Euro. Wer BAföG bekommt, dem fehlen monatlich rund 60 Euro, um die Miete zu decken.

Teures Studium: Miete für WG-Zimmer in Koblenz steigt erneut an

Zum Start des Wintersemesters 2026/2027 müssen Studierende in Koblenz tiefer in die Tasche greifen. Der sogenannte Medianpreis* für ein WG-Zimmer liegt inzwischen bei 440 Euro. Das ist ein Anstieg von 10 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts in Zusammenarbeit mit dem Portal „WG-Gesucht.de“ hervor. Zuvor hatten bereits der „Spiegel“ und das Online-Content-Netzwerk „funk“ darüber berichtet.

Für die Studie wurden Inserate für WG-Zimmer in 90 deutschen Hochschulstädten ausgewertet. Verglichen wurden die Medianwerte der Warmmieten, in denen häufig auch die Kosten für Strom und Internet enthalten sind. Die höchsten Preise werden demnach in München verlangt: Dort liegt der mittlere Mietpreis bei 850 Euro. Am günstigsten ist es in Chemnitz, wo 310 Euro fällig werden. Bundesweit liegt der Median bei rund 510 Euro. Koblenz bleibt mit 440 Euro unter diesem Wert und bewegt sich damit im preislichen Mittelfeld.

BAföG-Pauschale reicht nicht aus

Die Entwicklung ist für viele Studierende dennoch brisant. Besonders für Studierende, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, ist die Lage angespannt. Mit der aktuellen BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro fehlen den Koblenzer Studenten rund 60 Euro pro Monat, um die durchschnittliche WG-Miete zu bezahlen.

Zwar plant die Bundesregierung eine Anhebung der Pauschale auf 440 Euro zum Sommersemester 2027. Damit ließe sich die Miete in der Rhein-Mosel-Stadt aber nur gerade so decken. Vorausgesetzt, die Preise steigen bis dahin nicht weiter an.

*Anm. d. Red.: Messwert, der genau in der Mitte einer Datenverteilung liegt. Der Medianpreis ist im Vergleich zum Durchschnitt stabiler und robuster gegenüber Ausreißern und Extremwerten.