Neues Wolfsrudel im Westerwald nachgewiesen

Im Westerwald wurde ein weiteres Wolfsrudel bestätigt – das vierte in der Region. Die Nachricht folgt auf mehrere Vorfälle, bei denen zahlreiche Weidetiere getötet wurden. Nun ist Protest geplant.

Neues Wolfsrudel im Westerwald nachgewiesen

Im Westerwald gibt es ein neues Wolfsrudel. Es ist das vierte in der Region und das fünfte in Rheinland-Pfalz, wie der Südwestrundfunk (SWR) unter Berufung auf das Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) berichtet.

Woher die Tiere stammen, ist noch nicht abschließend geklärt. Das KLUWO vermutet jedoch, dass es sich um den Nachwuchs eines Wolfspaares aus dem hessischen Greifenstein handelt. Dieses Rudel hat seinen Lebensmittelpunkt nun offenbar von Hessen in den rheinland-pfälzischen Westerwald verlegt. Um dies zu bestätigen, werden noch genetische Proben benötigt.

In den vergangenen Wochen kam es im Oberen Westerwald zu mehreren Rissen von Weidetieren. So wurden Ende des Jahres bei Liebenscheid 18 Schafe getötet, drei weitere verletzt und drei gelten als vermisst. DNA-Ergebnisse zeigen laut KLUWO, dass die Fähe des Greifensteiner Paares für den Angriff verantwortlich ist. Auch bei weiteren Rissen Mitte Dezember in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg, bei denen vier Schafe und fünf Damhirsche starben, wurde ein Wolf als Verursacher nachgewiesen.

Mahnfeuer gegen Wolfsmanagement geplant

Als Reaktion auf die zunehmenden Wolfsrisse veranstaltet die Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald am Freitagabend ein Mahnfeuer in Rehe im Westerwaldkreis. Die Initiative kritisiert, dass die Politik nicht ausreichend auf die Vorfälle reagiere und fordert die Freigabe von Wölfen zum Abschuss.

An der Protestaktion nehmen laut SWR auch mehrere Politiker aus der Region und aus Mainz teil, darunter der Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert (CDU), Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) und Staatssekretär Erwin Manz (Grüne). Ebenso werden Verbände wie der Bauern- und Winzerverband sowie der Schafzuchtverband erwartet.