Schüsse im Koblenzer Stadtwald: Förster wollen Schranken gegen Wilderer

Im Koblenzer Stadtwald sind nachts wiederholt Schüsse gefallen. Die Revierförster gehen davon aus, dass sie von Wilderern stammten. Deshalb sollen nun Schranken errichtet werden, um die Zufahrten von Wilderern in den Stadtwald zu verhindern.

Schüsse im Koblenzer Stadtwald: Förster wollen Schranken gegen Wilderer

Im Bereich zwischen Laubach und dem Forsthaus Kühkopf herrsche auf asphaltierten Straßen und öffentlichen Parkplätzen „ein reger nächtlicher Verkehr“, schreiben die Revierförster in einer Vorlage für den Koblenzer Stadtrat. Zudem sei es „mehrfach zu ungeklärten Schüssen“ gekommen. Es bestehe der Verdacht der Wilderei.

Bei Gesprächen zwischen den Förstern, den Jagdpächtern und dem Ordnungsamt der Stadt sei beschlossen worden, neue Schranken auf der betroffenen Strecke zu errichten. Sie sollen von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen bleiben, um „die intensive nächtliche Befahrung“ zu verhindern. Für Wilderer könnte es dadurch schwieriger werden, illegal erlegtes Wild abzutransportieren.

Eine der Schranken wird in unmittelbarer Nähe des Forsthauses Kühkopf angebracht, um die Durchfahrt zur Laubach zu verhindern. Die zweite am Parkplatz in der Nähe des Waldspielplatzes Mäushohl. Eine externe Firma soll die Öffnung und Schließung der Schranken übernehmen.