Eröffnung des Theaters Koblenz auf Februar 2027 verschoben

Die Wiedereröffnung des Theaters Koblenz verzögert sich erneut. Auch die Kosten für die Sanierung sind deutlich gestiegen. Die Eröffnung ist nun für Februar 2027 geplant.

Eröffnung des Theaters Koblenz auf Februar 2027 verschoben

Das Theater Koblenz wird sein saniertes Großes Haus am Deinhardplatz im Februar 2027 eröffnen und damit später als zuvor geplant. Das hat die Stadtverwaltung Koblenz in einer Pressemeldung mitgeteilt. Zur Eröffnung ist der spartenübergreifende Doppelabend „Dido and Aeneas|Waiting for you“ vorgesehen.

Grund für die erneute Verlängerung der Bauzeit sind vor allem erhebliche Schäden an der historischen Bausubstanz, die während der Sanierung festgestellt worden sind. Ihre Beseitigung erforderte umfangreichere Arbeiten als zunächst absehbar. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich nun auf rund 45,6 Millionen Euro, nachdem zuletzt mit rund 40,1 Millionen Euro geplant worden war.

Die Nutzungsübergabe an das Theater ist nun für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen. Wesentliche Baumaßnahmen wie die Arbeiten an Dach, Fassade und Bühnentechnik sollen aber wie geplant im Sommer 2026 abgeschlossen sein. „Für das Funktionieren des nunmehr auf zwei Wochen im Januar komprimierten Gesamtumzugs ist es entscheidend, dass alles, was bauseits fertiggestellt werden kann, auch wirklich wie ursprünglich vorgesehen mit dem Ziel Sommer 2026 fertiggestellt wird“, sagte Baudezernent Andreas Lukas.

Auswirkungen auf den Spielplan

Die Verzögerung wirkt sich auf die bereits geplante Spielzeit 2026/2027 aus. Um die Eröffnung im Februar 2027 zu ermöglichen, wird es zwischen dem 18. Januar und dem 12. Februar 2027 keine Vorstellungen geben. Mehrere ursprünglich für das Große Haus geplante Neuproduktionen wie „Hoffmanns Erzählungen“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ werden nun für das Theaterzelt angepasst.

Die Premieren von „La Bohème“ und „Effi Briest“ werden voraussichtlich in die Spielzeit 2027/2028 verschoben. „La Bohème“ soll jedoch bereits in der kommenden Spielzeit geprobt und in konzertanten Aufführungen im Theaterzelt gezeigt werden. Zusätzlich ist eine Wiederaufnahme der Produktion „Mephisto“ geplant.

„Die gewählte Lösung ermöglicht es, den Vorstellungsbetrieb im Theaterzelt bis Mitte Januar 2027 fortzuführen, möglichst viele der angekündigten Produktionen zu realisieren und das Große Haus im Februar 2027 mit einem künstlerisch herausragenden Eröffnungsabend wieder in Betrieb zu nehmen“, erklären Kulturdezernent Ingo Schneider und Intendant Markus Dietze. Zuschauer und Abonnenten sollen informiert werden, sobald der angepasste Spielplan feststeht. Die städtischen Gremien beraten am 15. Juni und 25. Juni 2026 über die Änderungen.