Neues Graffiti in Koblenz: Was hinter dem bunten Kunstwerk steckt

Anlässlich des Welthospiztags ist in der Koblenzer Innenstadt ein neues Graffiti entstanden. Es soll zeigen, dass Hospizarbeit mehr ist als nur Trauer und Tod.

Neues Graffiti in Koblenz: Was hinter dem bunten Kunstwerk steckt

Wer in der Koblenzer Innenstadt unterwegs ist, dem ist es vielleicht schon aufgefallen: Ein neues, großflächiges Graffiti schmückt eine Wand in der Nähe des Bahnhofs Koblenz Stadtmitte und des Löhr-Centers. Dahinter steckt eine Aktion des Koblenzer Hospizvereins zum Welthospiztag, der jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober stattfindet. Wie der Verein mitteilt, soll das Kunstwerk unter dem Motto „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ auf die Bedeutung von Hospizarbeit und Palliativversorgung aufmerksam machen.

Das Graffiti befindet sich auf einer Fläche der Deutschen Bahn in zentraler Lage. Gestaltet wurde es vom Graffiti-Künstler Daniel Schmitz, der unter dem Künstlernamen „dater127“ bekannt ist. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins sowie Angehörige griffen dabei selbst zur Spraydose.

Mehr als nur Trauer und Tod

Das Graffiti zeigt Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und soll Facetten wie Begegnung, Familie, Gemeinschaft und Lebensfreude darstellen. Elemente wie die Silhouette von Koblenz und Kleeblätter als Symbol des Hospizvereins schaffen einen direkten Bezug zur Stadt und zum Verein.

„Mit dem Motiv möchten wir zeigen, dass Hospiz mehr ist als Trauer, Sterben und Tod. Ja, das gehört natürlich dazu. Aber dazwischen ist ganz viel Leben: Liebe, Lachen, Begegnung und Gemeinschaft“, betont Claudia Schönershoven, stellvertretende Geschäftsführerin des Koblenzer Hospizvereins.

Von der Idee zur fertigen Wand

Die Suche nach einer passenden Wand hatte der Verein in den sozialen Medien gestartet. Unter dem Motto „Koblenz, wir suchen deine Wand“ rief er auf, geeignete Flächen anzubieten (Merkurist berichtete). Die Resonanz war groß, am Ende fiel die Wahl auf die Wand der Deutschen Bahn.

Das Kunstwerk soll Menschen im Alltag begegnen und sie dazu einladen, sich offen und niedrigschwellig mit den Themen Leben, Sterben und Abschied auseinanderzusetzen.