Von Amsterdam bis nach Koblenz: 32-jähriger läuft für krebskranke Kinder

Ein ehemaliger Fußballtrainer aus der Region um Koblenz stellt sich einer extremen Herausforderung: Für krebskranke Kinder will er mehr als 400 Kilometer von Amsterdam nach Koblenz laufen nahezu ohne Vorbereitung.

Von Amsterdam bis nach Koblenz: 32-jähriger läuft für krebskranke Kinder

Wie weit würdest du gehen, wenn dich ein Hilferuf erreicht? Mit dieser Frage macht der 32-jährige David Koca aus dem Raum Koblenz auf seinen besonderen Charity-Lauf aufmerksam. Der Westerwälder plant, Ende August von der niederländischen Hauptstadt Amsterdam bis nach Koblenz zu laufen. Vor rund zehn Jahren gründete Koca seine Initiative „We can be heroes“, mit der er das Thema Kinderkrebs aus der Tabuzone holt und zeigt, dass jeder Mensch etwas bewegen kann.

Persönlicher Ansporn für extremen Lauf

Bereits im Frühling dieses Jahres sorgte David Koca mit seinem jüngsten Projekt in Kooperation mit der Koblenzer Sportmarke omo für Aufmerksamkeit. Dabei legt er unter anderem beim Westerwälder Backyard Ultra in knapp 13 Stunden mehr als 100 Kilometer zurück (Merkurist berichtete).

Doch diesmal hat sein Lauf einen persönlichen Anlass, berichtet Koca im Gespräch mit Merkurist: „Vor zwei Wochen erreichte mich ein Hilferuf. Ein kleiner Junge, der sehr gut mit einem an Leukämie erkrankten Kind befreundet ist, hat seinen Papa gebeten, mich zu fragen, ob ich wieder einen Charity-Run machen könnte.“ Diese Nachricht habe ihn sofort zum Handeln bewegt: „Ich habe gedacht: Okay, auch wenn es jetzt extrem kurzfristig ist, müssen wir etwas Verrücktes machen.“

Die Distanz von mehr als 400 Kilometern stellt Koca, der selbst Vater einer Tochter ist, vor eine neue Herausforderung. Doch trotz der geringen Vorbereitungszeit verfolgt der 32-jährige ein klares Motto: „Die Familien kämpfen täglich einen Marathon ums Überleben. Deshalb gibt es für mich keine Ausrede, auch wenn es schmerzhaft wird. Ich werde versuchen, jeden Tag für diese Familien einen Marathon zu laufen.“

Sein Lauf startet am 26. August in Amsterdam. Danach plant der ehemalige am 29. August, die deutsche Grenze zu überqueren, bevor er am 6. September in Koblenz ankommen will. Die gesammelten Spenden kommen erneut der Elterninitiative für krebskranke Kinder in Koblenz zugute. Der Verein unterstützt seit 35 Jahren betroffene Kinder und ihre Familien während und nach der Krebstherapie.

So kann jeder die Aktion unterstützen

Eine Krebserkrankung trifft Familien oft nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Häufig muss ein Elternteil die Arbeit aufgeben oder reduzieren, um das Kind während der Behandlungszeit zu begleiten. Dadurch entstehen hohe Kosten, die nicht immer vollständig von den Krankenkassen übernommen werden. Direkte Spenden sind daher eine wichtige Hilfe. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann mit dem Verwendungszweck „Hero“ an die Elterninitiative krebskranker Kinder spenden. Doch nicht nur Geldspenden sind willkommen: Auch das Teilen der Aktion in den sozialen Netzwerken hilft, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen.

Wer möchte, kann sich David Koca auf seinem Lauf jederzeit spontan anschließen. Damit Interessierte nachvollziehen können, wo sich der 32-Jährige aktuell befindet, überträgt die Sportmarke Omo den Lauf per Livestream. Am 6. September findet zum Abschluss ein großer Community Run in Koblenz statt. „Wir wollen am Deutschen Eck enden und dann mit allen, die das Projekt unterstützen, nochmal für Aufmerksamkeit sorgen und ebenfalls Spenden vor Ort sammeln“, erklärt der 32-Jährige. Begleitet wird die Veranstaltung unter anderem von der Running Society und einem Live-DJ von Aquapulse.