Theatersanierung in Koblenz wird teurer und dauert länger

Die Sanierung des Koblenzer Stadttheaters wird teurer und dauert länger als geplant. Das hat der Stadtrat beschlossen. Die Wiedereröffnung verschiebt sich auf das Jahr 2027.

Theatersanierung in Koblenz wird teurer und dauert länger

Die Sanierung des Koblenzer Stadttheaters wird teurer und dauert länger als bisher angenommen. Wie die Stadt Koblenz mitteilt, hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von einer Million Euro bewilligt.

Durch diese Entscheidung steigen die Gesamtkosten für das Großprojekt auf rund 45,6 Millionen Euro. Gleichzeitig nahm der Rat zur Kenntnis, dass sich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs deutlich verschiebt. Theaterfreunde müssen sich nun bis Februar 2027 gedulden, bevor der Vorhang im sanierten Haus wieder fallen kann.

Entscheidung fiel in hitziger Sitzung

Der Beschluss zur Theatersanierung war Teil einer umfangreichen Stadtratssitzung, die wegen extremer Hitze nicht im Rathaus, sondern in der Rhein-Mosel-Halle stattfand. Die Kostensteigerung beim Theater war dabei nur eine von mehreren weitreichenden finanziellen Entscheidungen. So legte der Rat auch fest, wie ein Regionalbudget von rund 89 Millionen Euro für die städtische Infrastruktur verwendet werden soll. Geplant sind unter anderem drei neue Mehrzweckhallen in Stadtteilen und ein neues Multifunktionsgebäude im Sportpark Oberwerth.

Zudem wurde der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Horchheim für rund 7,8 Millionen Euro beschlossen. Die Sitzung markierte auch einen personellen Wechsel an der Stadtspitze: Dr. Dagmar Kranz wurde zur künftigen Bürgermeisterin ernannt und vereidigt. Sie wird ihr Amt am 1. Juli 2026 antreten und folgt auf Ulrike Mohrs, die nach acht Jahren verabschiedet wurde.