Großeinsatz bei Langscheid in der Vordereifel: 22 Verletzte bei Waldbrand

Der riesige Waldbrand in der Vordereifel hat am Wochenende 650 Einsatzkräfte herausgefordert. Das Feuer ist nun unter Kontrolle, doch 22 Helfer wurden verletzt, einer erlitt einen Herzinfarkt.

Großeinsatz bei Langscheid in der Vordereifel: 22 Verletzte bei Waldbrand

Nach einem tagelangen Großeinsatz (Merkurist berichtete) ist ein Wald- und Wiesenbrand in der Verbandsgemeinde Vordereifel weitgehend gelöscht. Das meldet die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Am Sonntagmorgen, 16. August, um 8 Uhr konnte die Einsatzleitung wieder an die Verbandsgemeinde übergeben werden.

Seit Freitag, 14. August, waren rund 650 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW und Polizei an einem der größten Einsätze in der Geschichte des Landkreises beteiligt. Sie wurden von zahlreichen Landwirten und Unternehmern aus der Region unterstützt. Landrat Marko Boos zeigte sich tief beeindruckt: „Was unsere Blaulichtfamilie in den vergangenen fast 48 Stunden geleistet hat, ist unglaublich. Freiwillige Feuerwehr, DRK, THW, Polizei, Landwirte, Förster und viele spontane Helferinnen und Helfer haben alles gegeben.“

22 Verletzte bei gefährlichem Einsatz

Die Löscharbeiten gestalteten sich extrem schwierig. Temperaturen von über 35 Grad sowie steiles und schwer zugängliches Gelände erschwerten den Einsatz. Zur Brandbekämpfung aus der Luft kamen auch zwei Polizeihubschrauber mit sogenannten „Bambi Buckets“ zum Einsatz. Das sind Außenlastbehälter, die Wasser aufnehmen und gezielt über dem Brandgebiet abwerfen.

Der gefährliche Einsatz forderte seinen Tribut: Insgesamt wurden 22 Einsatzkräfte verletzt. Meist handelte es sich um leichtere Verletzungen und Erschöpfungszustände. Ein Feuerwehrmann erlitt jedoch am Freitagabend einen Herzinfarkt. Er befindet sich in stabilem Zustand im Krankenhaus. „Ohne das schnelle Eingreifen der zahlreichen Einsatzkräfte und die große Unterstützung durch die Spontanhelfer, insbesondere die Landwirte aus der Region, hätten wir den Brand nicht so schnell unter Kontrolle bringen können“, bilanzierte Wehrleiter Udo Mohr.

Nachlöscharbeiten dauern an

Obwohl der Brand unter Kontrolle ist, ist der Einsatz noch nicht beendet. Voraussichtlich müssen in den nächsten 24 bis 48 Stunden noch einzelne Glutnester gelöscht werden. Die Feuerwehren werden die rund 50 Hektar betroffene Wald- und Wiesenfläche weiterhin mit Drohnen und Kontrollfahrten überwachen.

Die Bevölkerung wird ausdrücklich gebeten, das Gebiet auch in den kommenden Tagen zu meiden, um die andauernden Arbeiten nicht zu behindern.