Viele Passantinnen und Passanten hatten sich in den vergangenen Monaten gefragt, was aus der Volksdöner-Filiale in dem ehemaligen Kiosk an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Ring/Löhrstraße in Koblenz geworden ist. Nun gibt es die Antwort: Nach einer längeren Pause öffnet der Imbiss am heutigen Montag (1. Juni) um 14 Uhr erneut seine Türen. Zum Neustart gibt es eine besondere Aktion: Der Döner kostet nur einen Cent.
Schon vor der offiziellen Öffnung bildete sich eine lange Schlange, die bis in den späten Abend hinein bis zum Ende der Verkehrsinsel reichte. Eine Kundin berichtet im Gespräch mit Merkurist, sie habe rund zwei Stunden für ihren Döner angestanden. Nach den Angaben eines Mitarbeiters lagen mehr als 100 Kilogramm Fleisch bereit, was für 400 bis 500 Döner ausreichen sollte. Das Angebot galt nur am Eröffnungstag und war auf einen Döner pro Person begrenzt.
Ein Ort mit besonderer Geschichte
Der Volksdöner befindet sich an einem bekannten Standort in Koblenz: in dem kleinen, denkmalgeschützten Pavillon auf einer Verkehrsinsel des Friedrich-Ebert-Rings. Das Gebäude wurde laut dem Kultur-Informationssystem KuLaDig in den 1950er Jahren vom Architekten Otto Schönhagen (1885-1954) entworfen. Hierbei sollte das Design an die Wartehallen von Straßenbahnen in Großstädten erinnern. Fast 60 Jahre lang war das Gebäude ein Zeitungskiosk, bevor es nach einer Sanierung ab 2014 für zwei Jahre das Café „Wartesälchen“ beherbergte. Danach folgten weitere Imbisse, bis der Volksdöner im März 2025 den Laden übernahm. Jawed Khan (37), Leiter der Koblenzer Volksdöner-Filiale, teilt unserer Zeitung mit, dass die monatelange Schließung auf diverse Umbauarbeiten zurückzuführen sei.
Kampf gegen die „Dönerflation“
Der Betreiber wirbt mit einer sogenannten „Dönerpreisbremse“. Gestiegene Kosten für Energie, Fleisch und Personal haben dazu geführt, dass das beliebte Gericht vielerorts mittlerweile zwischen sieben und zehn Euro kostet. Diese Entwicklung, oft als „Dönerflation“ bezeichnet, löste im Frühjahr 2024 sogar politische Forderungen nach einer Preisbremse aus. Auch nach der Eröffnungsaktion sollen die Preise bei Volksdöner möglichst niedrig bleiben. Khan gibt bekannt, dass ein Döner-Kebap künftig 5,99 Euro kosten wird. „Momentan ist alles teuer. Wir möchten den Preis so gestalten, dass es sich jeder leisten kann, zu uns zu kommen“, erklärt der 37-Jährige.
Wie es mit der Volksdöner-Filiale in der Mayener Ostbahnhofstraße weitergeht, ist unterdessen noch unklar. „Momentan ist hierüber noch nichts entschieden worden.“ erläutert der Gastronom. Dort werde die Zeit zeigen, wie es weitergehe.