Architekten schlagen Markthalle für Koblenzer Münzplatz vor

Der Koblenzer Münzplatz soll ungenutztes Potenzial haben. Ein Architekturbüro hat nun eine Vision vorgestellt, wie der historische Ort mit einer modernen Kultur- und Markthalle wiederbelebt werden könnte.

Architekten schlagen Markthalle für Koblenzer Münzplatz vor

Das Koblenzer Architekturbüro TERNES architekten BDA hat einen Vorschlag für die Neugestaltung des Münzplatzes in der Altstadt präsentiert. Die Architekten wollen mit einer lichtdurchfluteten, mehrgeschossigen Kultur- und Markthalle einen Impuls zur Belebung des Ortes setzen.

Der Münzplatz sei ein historisch bedeutsamer Ort mit Markttradition, dessen Potenzial heute aber nicht ausgeschöpft werde. In seiner räumlichen und funktionalen Qualität bleibe er hinter seinen Möglichkeiten zurück, so das Architekturbüro. Der Entwurf für die Halle stammt ursprünglich aus dem Jahr 2018 und wurde nun weiterentwickelt.

Bei dem Vorschlag handele es sich nicht um eine zusätzliche Bebauung, die den Platz verstelle. Vielmehr sei eine „architektonische Ergänzung“ geplant, die sich „sensibel in Maßstab, Proportion und Materialität in das Umfeld einfügt und den öffentlichen Raum stärkt, anstatt ihn zu reduzieren“. Leitgedanken des Entwurfs seien Offenheit, Proportion und Transparenz. Großzügige Verglasungen und durchlässige Erdgeschosszonen sollen Raum schaffen, ohne Raum zu nehmen.

Ein neuer Treffpunkt für die Innenstadt

Ziel sei es, den Münzplatz als urbanen Treffpunkt und „MARKThalle für Alle“ neu zu definieren. Dabei sollen Innen- und Außenraum ineinandergreifen und eine Verbindung zwischen dem Platz, der Alten Münz und den angrenzenden Gassen schaffen. Die Architekten verstehen ihren Entwurf auch als Beitrag zur Diskussion um die Wiederbelebung der Alten Münz.

Konkret könnte die Markthalle mit einer Vinothek und einem Restaurant in der Alten Münz kombiniert werden. Der gesamte Bereich könnte Raum für Marktgeschehen, Börsen, Ausstellungen und Veranstaltungen bieten. TERNES architekten zeigen sich überzeugt, damit einen „nachhaltigen Baustein zu präsentieren der die Stadtkultur stärkt und einen Anziehungspunkt für die Innenstadt bildet“.